Im März 1951 – und damit vor genau 75 Jahren – wurde in Westdeutschland das Bundeskriminalamt gegründet. Und das zog nach einem Jahr bereits in diese umgebaute Jugendherberge in Wiesbaden. In all den Jahren ist das BKA stetig gewachsen und beschäftigt inzwischen deutschlandweit mehr als 9.000 Beamte – im Kampf gegen Gefahren aller Art. Heute gab es in Wiesbaden einen Festakt zum Jubiläum – inklusive hohem Besuch.
Der Kanzler ist da. Zum Ehrentag der Bundesbehörde im Wiesbadener Kurhaus haben Friedrich Merz und Bundesinnenminister Alexander Dobrindt heute viel Lob im Gepäck.
Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler
„Deutschland gehört zu den sichersten Ländern der Welt Und dass das so ist, dazu hat ganz maßgeblich das Bundeskriminalamt beigetragen.“
Alexander Dobrindt (CSU), Bundesinnenminister
„Hybride Bedrohungen sind der Erosionstreiber des Staatsvertrauens. Das BKA ist der Stabilitätsgeber des Staatsvertrauens.“
Es folgt ein Rückblick auf die Herausforderungen aus 75 Jahren. Hauptaufgabe des BKA ist es, die nationale Strafverfolgung zusammen mit den Landeskriminalämtern zu koordinieren. Die Einsatzgebiete lagen über die Jahre vor allem in den Feldern Terrorismus, Organisierte Kriminalität, Drogen und in den vergangenen Jahren vermehrt auch in der Internetkriminalität. Der Kanzler verspricht für diese neuen Herausforderungen neue Befugnisse.
Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler
„Unsere Polizeibehörden brauchen für ganz bestimmte Zwecke die Befugnisse, automatisierte, KI-basierte Datenanalysen vorzunehmen. Das darf nicht mit Zufallsfunden von Journalisten einhergehen, sondern muss systematisches Ergebnis der Polizeiarbeit in Deutschland sein, meine Damen und Herren.“
Kritische Töne zur Diskussion um Datenschutz- und Verfassungskonformität der neuen Befugnisse waren heute keine zu hören. Heute feiert das BKA sich selbst – die nächsten 75 Jahre dürften genug Herausforderungen mit sich bringen.
