Die militärischen Krisen spitzen sich auf der Welt immer weiter zu. Erst heute fängt die NATO eine iranische Rakete über der Türkei ab. Ein Krieg, der zeigt: Auch für Deutschland wird die Bedrohungslage durch diverse Kriege immer größer. Um Führungskräfte der Bundeswehr darauf vorzubereiten, besucht Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius heute das Zentrum für Innere Führung in Koblenz.
Premiere für den Bundesverteidigungsminister: Zum ersten Mal besucht Boris Pistorius das Zentrum für Innere Führung der Bundeswehr. Hier in Koblenz werden pro Jahr rund 12.000 Führungskräfte geschult. Und das seit 70 Jahren. Der moralische Kompass sei heute so wichtig, wie schon lange nicht mehr, so Pistorius.
Boris Pistorius (SPD), Bundesverteidigungsminister
„Innere Führung ist in Zeiten, in denen es wieder auf Kriegstüchtigkeit ankommt kein Gedöns. Innere Führung ist nicht überflüssig. Kein Nice to have und nicht die Kirsche auf der Torte. Innere Führung ist gerade in diesen Zeiten, wo es um mentale Stärke angeht, um Führungsqualität und Führungsfähigkeit von Menschen und Verantwortung für Menschen eher noch zentraler als vorher. (…) Verteidigungsfähigkeit ist nicht nur eine Frage von Panzern von Munition. Sie beginnt in den Köpfen.“
Die Bundeswehr hat 2025 so viele Soldaten rekrutiert, wie noch nie – seit der Aussetzung der Wehrpflicht. Rund 25.000 sind im vergangenen Jahr dazugekommen.
Ihnen verbietet eine neue Regel das Aufnehmen von Kurzvideos für die Sozialen Medien. Mal eben als Soldat in der Kaserne ein Kurzvideo aufnehmen und hochladen – was bis vor kurzem noch erwünscht war, ist jetzt verboten:
Boris Pistorius (SPD), Bundesverteidigungsminister
„Wir haben uns in 35 Jahren nach dem Ende des kalten Krieges angewöhnt, über alles auf den Marktplätzen dieser Welt zu diskutieren, auch Dinge, die früher geheim waren. Wir posten Bilder von allem, was wir sehen und hören aber wenn wir unseren möglichen Gegnern nicht alle Informationen, die man braucht, auf dem Silbertablett reservieren wollen, dann müssen wir wieder hinkommen zum Umgang zum vertraulichen und sicheren Umgang mit Geheimschutz und Sicherheitsrelevanten Informationen. Dazu gehören natürlich auch Bilder aus dem Inneren von Kasernen.“
Die Bundeswehr wird wachsamer und die Bedrohung durch Spionage und Sabotage mittlerweile Alltag.
