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		<title>Internationale Tage Ingelheim</title>
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		<pubDate>Thu, 07 May 2026 16:03:45 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner">Jedes Jahr, wenn in Ingelheim die „Internationalen Tage“ stattfinden, dann verwandelt sich die rheinhessische Stadt in eine Kunstmetropole. In diesem Jahr gibts ein internationales Crossover. Im Kunstforum trifft englische Kunst aus dem 19. Jahrhundert auf zeitgenössische Kunst aus Japan.<br />
Die Schnitte im Papier zeigen, wo das 19. Jahrhundert auf die Gegenwart trifft. Die Radierung „Battersea in der Morgendämmerung“ steckt in der Fotografie von Hiroyuki Masuyama. Die Radierung ist 1863 entstanden. Vom damals weltberühmten britischen Künstler James NcNeill Whistler. Sein japanischer Kollege fotografiert über 150 Jahre später die gleichen Orte in London und schafft so neue Kunstwerke. Das ist das Markenzeichen von Hiroyuki Masuyama. Die Macher der „Internationalen Tage Ingelheim“ haben den 57-Jährigen extra für die Ausstellung auf Reisen geschickt.</p>
<blockquote><p>
Dr. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim<br />
&#8222;Weil der sich seit über 30 Jahren mit Künstlern des 19. Jahrhunderts insbesondere befasst. Normalerweise arbeitet er viel mit farbigen Werken, also seine Referenz sind dann Gemälde. Und ich habe ihn gefragt, ob er sich vorstellen könnte, auch mit Schwarz/Weiß-Grafik neue Werke zu schaffen, und nach einer kurzen Bedenkzeit hat er zugestimmt.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Hiroyuki Masuyama reist auch nach Venedig. Dort hat sich im Laufe der Jahrhunderte nicht viel verändert. Der Künstler, der 1879 mit seinen Druckplatten und Radiernadeln in der Lagunenstadt unterwegs ist, feiert gerade ein großes Comeback. James McNeill Whistler wird in London mit einer Einzelausstellung gewürdigt und in Ingelheim mit diesen ganz besonderen neuen Arbeiten.</p>
<blockquote><p>
Dr. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim<br />
&#8222;Die Vergangenheit liegt unterhalb der Gegenwart, also wie eine Schichtung in der Zeitgeschichte, wie in der Archäologie. Nur auf die Topografie der Städte bezogen und nicht in der Horizontalen, sondern in der Vertikalen.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Bei Hiroyuki Masuyama geht es immer um Raum, Zeit und Veränderung. In seine große Holzkugel kann der Ausstellungsbesucher hinein krabbeln. Wird die Luke geschlossen, dann leuchten ganz viele Sterne.</p>
<blockquote><p>
Dr. Katharina Henkel, Leiterin Internationale Tage Ingelheim<br />
&#8222;Wenn man in der Kugel sitzt, dann sieht man die gesamte Hemisphäre. Und zwar einmal vom Südpol aus gesehen und einmal vom Nordpol aus gesehen. Also ein Zustand, den man in der Realität nie erfassen kann. Nicht mal in einem Raumschiff.&#8220;
</p></blockquote>
<p>Der Zustand entsteht durch 30 000 unterschiedlich große Löcher in der Kugel. Beeindruckende Kunst von Hiroyuki Masuyama. Mal ohne historisches Vorbild und mal in Zusammenarbeit mit James McNeill Whistler. Zu sehen bis zum 5. Juli im Kunstforum Ingelheim.</div>
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