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	<title>Wahnvorstellungen | 17:30 Live Rheinland Pfalz/Hessen</title>
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	<title>Wahnvorstellungen | 17:30 Live Rheinland Pfalz/Hessen</title>
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		<title>Nach Tötung von Trierer Student: Wie umgehen mit psychisch kranken Menschen?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 16:04:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner">Wie umgehen mit psychisch-kranken Straftätern? Seit der Trierer Student Marius Dick vor rund einem Monat in Trier erstochen wurde, wird über diese Fragen wieder deutschlandweit diskutiert. Wie können solche Taten verhindern werden? Die CDU-Landtagsfraktion in Rheinland-Pfalz fordert jetzt einen besseren Austausch zwischen Medizinern und Sicherheitsbehörden.<br />
Auf dieser Straße in Trier wird Marius Dick erstochen.<br />
Es ist der Vormittag des 15. Juli. Marius ist gerade auf dem Rückweg vom Einkaufen, als ein Mann plötzlich aus einer Hecke hervorspringt und mit einem Küchenmesser auf ihn einsticht.<br />
Kurz darauf stirbt Marius im Krankenhaus.<br />
Seine Eltern, Elke und Thomas, sehen ihren Sohn erst wieder im Beerdigungsinstitut.</p>
<blockquote><p>
Elke und Thomas Dick, Eltern von Marius, am 21.07.2026<br />
„Keiner möchte das erleben, sein totes Kind im Sarg zu sehen. Es kann sich auch keiner vorstellen. Die Leute haben ja Mitleid mit einem, aber keiner wo es erlebt hat, wird sich je in die Situation reinversetzen können, wie das ist, in welches Gefühl, das einen versetzt. Wenn es jetzt ein Unfall ist oder natürlicher Tod, weil er einen Herzfehler hat, das kannst du dir noch irgendwie erklären, aber dass jemand abgestochen wird auf offener Straße, kannst du dir so nicht erklären.“
</p></blockquote>
<p>Blickt man in die rheinland-pfälzische Kriminalstatistik, sieht man:<br />
Die Zahl der Straftaten, bei denen ein Messer zum Einsatz kommt, steigt in den vergangenen Jahren an.<br />
2025 waren es 561 Fälle. Zehn davon endeten tödlich.<br />
Insgesamt rund 48 Prozent der Tatverdächtigen waren keine deutschen Staatsbürger.<br />
Wie viele der Tatverdächtigen psychisch-krank waren, das wird in der Statistik nicht erfasst.<br />
Der mutmaßliche Mörder von Marius – er soll psychisch krank gewesen ein.<br />
Der 22-jährige war 2015 aus Afghanistan geflüchtet. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, die Behörden verfügten jedoch ein Abschiebeverbot.<br />
Er galt als gut integriert, hat hier seinen Schulabschluss und eine Ausbildung gemacht. 2023 erhielt er eine dauerhafte Aufenthaltsgenehmigung.<br />
Laut Staatsanwaltschaft war er „in jüngerer Zeit bereits in einer psychiatrischen Klinik in Behandlung“.<br />
Marius Eltern sagen, die Politik müsse jetzt endlich handeln.</p>
<blockquote><p>
Elke und Thomas Dick, Eltern von Marius, am 21.07.2026<br />
„Man hört ja momentan jeden Tag was. Irgendwo, hier ein Messer, da ein Messer, hier hat wieder jemand mit einem Messer Kinder bedroht oder so. Man meint ja gerade, die Leute sind alle verrückt geworden, ja.“
</p></blockquote>
<p>Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion, Christoph Gensch, fordert jetzt eine Reform des sogenannten „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes“.<br />
In Rheinland-Pfalz wird die Polizei momentan nicht darüber informiert, wenn ein potenziell gefährlicher Patient aus der Psychiatrie entlassen wird.<br />
Das müsse sich ändern.<br />
Das finden auch Elke und Thomas Dick.</p>
<blockquote><p>
Elke und Thomas Dick, Eltern von Marius, am 21.07.2026<br />
„Unser Kind bringt uns niemand mehr zurück, was ganz schlimm ist. Aber ja wirklich, wenn wir irgendwas bewirken können… vielleicht bringen wir jetzt wirklich den Stein mal ins Rollen, damit mal irgendwas geschieht.“
</p></blockquote>
<p>&nbsp;</div>
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		<title>Nach Tötung von Trierer Student: Im Gespräch mit dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Christoph Gensch</title>
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		<dc:creator><![CDATA[1730_CVD]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Aug 2026 16:03:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner">Es muss was geschehen, sagen die Eltern des getöteten Marius. Welche Lehren muss die Politik aus dem Fall Marius Dick ziehen? Markus Appelmann spricht darüber mit dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im rheinland-pfälzischen Landtag, Christoph Gensch.<br />
Markus Appelmann, Moderator:<br />
Guten Abend.<br />
Christoph Gensch (CDU), Fraktiosnvorsitzender Landtag RLP:<br />
Guten Abend!<br />
Appelmann:<br />
Herr Gensch, Sie haben eine Reform des „Psychisch-Kranken-Hilfe-Gesetzes“ gefordert. Wie soll die aussehen?<br />
Gensch:<br />
Wir möchten das PsychKHG in Rheinland-Pfalz verbessern. Wir möchten den Informationsaustausch zwischen den beteiligten Behörden stärken und wir möchten verpflichtende Fallkonferenzen einführen, um psychisch kranke Personen mit einem Fremdgefährdungspotential nach der Entlassung aus stationären Einrichtungen besser zu überwachen.<br />
Appelmann:<br />
Die bessere Überwachung könnte dann so aussehen, dass zum Beispiel ein Sicherheitskonzept erstellt wird. Wenn das nun zu dem Schluss kommt, dass die Person gefährlich ist, müsste dann Ihrer Meinung nach schneller abgeschoben werden?<br />
Gensch:<br />
Bei ausländischen Fällen müsste aus meiner Sicht sofort dann abgeschoben werden. Sie müssen in einer Prioritätenliste ganz nach vorne rücken und bei einheimischen Patientenpersonen müssen wir uns ein Sicherheits- und Überwachungskonzept überall überlegen bzw dann auch implementieren.<br />
Appelmann:<br />
Herr Gensch, der sinnlose Tod von Marius soll nicht umsonst gewesen sein – das hat uns seine Mutter gesagt. Wie schnell kann diese Gesetzesverschärfung – die im Übrigen in Hessen bereits umgesetzt ist – denn in Rheinland-Pfalz kommen?<br />
Gensch:<br />
Also wir möchten recht zügig in dieses Gesetzgebungsverfahren einsteigen und dann sehr zeitnah die entsprechenden Änderungen auch umsetzen. Das setzt noch Beratungen voraus, auch zwischen den beteiligten Ministerien. Aber das ist unser Ziel.<br />
Appelmann:<br />
Im Beitrag haben wir gerade gesehen, dass die Messerkriminalität in Rheinland-Pfalz zunimmt. Der jetzige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, ihr Parteikollege, Gordon Schnieder hat im Wahlkampf gesagt: „Das ist keine deutsche Kriminalität, das ist eine zugewanderte Kriminalität.“ Was bedeutet dieser Satz für Ihr jetziges Regierungshandeln?<br />
Gensch:<br />
Wer zugewandert ist und mit Messerkriminalität auffällig wird, ist zu bestrafen und im Anschluss sofort abzuschieben.<br />
Appelmann:<br />
Ist das denn überhaupt so einfach umsetzbar?<br />
Gensch:<br />
Wir müssen die Voraussetzungen, dass das umsetzbar ist, schaffen.<br />
Appelmann:<br />
Mehr Abschiebungen und ein besserer Austausch zwischen Psychiatrie und Polizei fordert der Chef der rheinland-pfälzischen CDU-Landtagsfraktion Christoph Gensch, danke Ihnen.<br />
Gensch:<br />
Ich danke Ihnen.</div>
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		<title>Totraser leidet unter Wahnvorstellungen</title>
		<link>https://2026v2.1730live.de/2021/11/02/totraser-leidet-unter-wahnvorstellungen/</link>
		
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		<pubDate>Tue, 02 Nov 2021 17:14:00 +0000</pubDate>
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				<div class="et_pb_text_inner">Im Februar kommt es in Frankfurt zu einem schweren Unfall an einer Kreuzung im Stadtteil Sachsenhausen. Zwei Fußgänger sterben. Der beschuldigte Raser muss sich ab heute vor dem Landgericht Frankfurt verantworten. Eine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags droht ihm aber nicht.<br />
Thomas R. soll den Tod zweier Menschen billigend in Kauf genommen haben, so heißt es in der nüchternen Sprache der Juristen. Mit über 100 km/h soll er über die Mörfelder Landstraße gerast sein und mehrere rote Ampeln überfahren haben. Dabei erfasst er zwei Fußgänger: Die beiden 31 und 40 Jahre alten Opfer werden bis zu 60 Meter durch die Luft geschleudert und kommen ums Leben. Nach dem schweren Unfall will Thomas R. verletzt flüchten, wird aber von Augenzeugen aufgehalten.<br />
Die Staatsanwaltschaft erhebt heute jedoch keine Anklage, sondern beantragt die Unterbringung in einer Psychiatrie.<br />
Monique Mugrauer, Staatsanwaltschaft Frankfurt<br />
„Der Beschuldigte ist psychisch krank, er leidet an einer paranoiden Schizophrenie. Diese Erkrankung ist mit Stimmenhören verbunden, mit wahnhaften Erleben.“<br />
Im Februar sollen die krankhaften Symptome bei dem 39-Jährigen verstärkt aufgetreten sein. Am Unfalltag sollen ihm Stimmen befohlen haben, schnellstmöglich von seinem Wohnort Darmstadt nach Frankfurt zu fahren.<br />
Carsten Praeg, Reporter<br />
„Er habe geglaubt, er sei Jesus und Maria Magdalena würde zu ihm sprechen. Nach dem Unfall soll der Beschuldigte angegeben haben, den Zusammenstoß zwar mitbekommen, sich aber wie fremdgesteuert gefühlt zu haben. Im Gerichtssaal macht er heute einen ruhigen und in sich gekehrten Eindruck.“<br />
Seit Februar sitzt Thomas R. bereits in der forensischen Psychiatrie in Gießen. Wegen seiner Schuldunfähigkeit sei laut Staatsanwaltschaft keine Anklage wegen Mord oder Todschlag möglich. Da Thomas R. aber eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, soll er dauerhaft in einer Psychiatrie untergebracht werden. Aber:<br />
Monique Mugrauer, Staatsanwaltschaft Frankfurt<br />
„Dann würde in regelmäßigen Abständen – bedeutet in diesem Fall einmal im Jahr – geprüft, ob die Person noch für die Allgemeinheit gefährlich ist. Ob eine hohe Rückfallwahrscheinlichkeit für ähnlich gelagerte Taten besteht.“<br />
Bedeutet: Sollte Thomas R. bei einer Untersuchung keine Wahnvorstellungen mehr haben, könnte er auf Bewährung aus der Psychiatrie entlassen werden.<br />
Kommende Woche Dienstag wird der Prozess fortgesetzt, dann sollen Zeugen und Gutachter zu Wort kommen.</div>
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