Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Weitere Nachrichten im Überblick vom 27.05.2022

Mai 27, 2022

Hatte der texanische Attentäter Kontakt nach Frankfurt? — SPD-Basis fordert Feldmanns Rücktritt — Clemens Hoch erwartet Debatte um Impfpflicht — Bischof Bätzing rechtfertigt Beförderung
Hatte Attentäter Kontakt nach Frankfurt?
Vor dem Amoklauf mit 21 Toten an einer Grundschule in Texas soll der 18-jährige Attentäter laut Medienberichten Kontakt zu einer Jugendlichen in Frankfurt gehabt haben. Die 15-Jährige habe sich über Wochen online mit dem Täter ausgetauscht. In der letzten Nachricht an sie am Dienstag habe er geschrieben, dass er eine Grundschule angreifen wolle. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt erklärte, ihr lägen in dem Fall bislang noch keine genaueren Informationen vor.
SPD-Basis fordert Rücktritt von Feldmann
Nach dem Vorstand haben nun auch die SPD-Ortsvereine in Frankfurt Oberbürgermeister Peter Feldmann aufgefordert, sein Amt unverzüglich niederzulegen. Er müsse weiteren Schaden von der Stadt, dem Amt und der SPD abwenden. Die Staatsanwaltschaft hat Feldmann wegen Korruptionsverdachts im Zusammenhang mit der AWO-Affäre angeklagt. In den vergangenen Tagen wurde er zudem wegen peinlicher Auftritte und sexistischer Äußerungen massiv kritisiert. Feldmann hatte am Mittwoch einen Rücktritt abgelehnt.
Neue Debatte über Impfpflicht erwartet
Wenn die Zahl der Corona-Neuinfektionen im Herbst wieder steigen sollte, rechnet der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch erneut mit Diskussionen über eine allgemeine Impfpflicht. Er halte eine solche Impfpflicht weiterhin für richtig, zumal dafür kein zentrales Impfregister notwendig sei. Der Impfausweis könne bei jeder Behandlung in einer Arztpraxis oder einem Krankenhauses kontrolliert werden. Wenn er nicht vorliege, sollten Ärzte und Kliniken verpflichtet werden, die Behörden zu informieren.
Bätzing rechtfertigt Beförderung
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz und Bischof von Limburg, Georg Bätzing, hat Kritik an seiner umstrittenen Beförderung eines Priesters zurückgewiesen, der Frauen sexuell belästigt haben soll. Bätzing betonte, er verurteile jede Art von Belästigung, sowohl verbal als auch körperlich. Das Verhalten des Priesters sei keine Straftat im rechtlichen Sinn gewesen. Der Mann habe Reue gezeigt, sich bei den Opfern entschuldigt und eine Strafe gezahlt. Man könne ihm seine Fehler nicht unendlich lange vorhalten.