Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Apr. 21, 2022

Haft nach SUV-Attacke — Mehr Ladestationen notwendig — Solarenergie soll ausgebaut werden — Opel beteiligt Mitarbeiter am Gewinn
Haft nach SUV-Attacke
Das Landgericht Frankfurt hat heute einen 22-jährigen Mann wegen versuchten Totschlags zu sechs Jahren Haft verurteilt. Die Richter sahen es als erwiesen an, dass er im Frankfurter Bahnhofsviertel einen Mann absichtlich mit seinem schweren Wagen langsam angefahren und schließlich überrollt hatte. Das 53-jährige Opfer hatte sich dem SUV-Fahrer entgegengestellt, nachdem dieser im April 2021 in falscher Richtung in eine Einbahnstraße gefahren war. Der 22-Jährige hatte den Tatablauf eingeräumt, eine Tötungsabsicht aber bestritten. Der überrollte Mann wurde lebensgefährlich verletzt und sitzt seitdem im Rollstuhl.
Mehr Ladestationen notwendig
In Hessen und Rheinland-Pfalz ist die öffentliche Lade-Infrastruktur für Elektroautos deutlich schlechter ausgebaut als im bundesweiten Durchschnitt. Das geht aus einer Studie der staatlichen KfW-Bank hervor, die heute vorgestellt wurde. In Hessen müssten sich gut 28 E-Autos eine Ladestation teilen, in Rheinland-Pfalz seien es knapp 26. Bundesweit liege der Schnitt bei 23 Fahrzeugen. In den vergangenen zwei Jahren sei die Zahl der Elektroatos dreimal stärker gewachsen als die der Lademöglichkeiten. Setze sich dieser Trend fort, könne das für die Praxistauglichkeit der Elektromobilität zum Problem werden.
Solarenergie soll ausgebaut werden
Das Land Rheinland-Pfalz lässt zurzeit untersuchen, welche landeseigenen Gebäude künftig mit Solaranlagen ausgerüstet werden können. Infrage kommen dabei unter anderem Universitäten, Straßenmeistereien oder Haftanstalten. Nach Angaben des Finanzministeriums gibt es bislang nur auf jedem 20. landeseigenen Gebäude eine Solarstromanlage. Die gesamten Anlagen erzeugen jährlich etwa so viel Strom wie ein mittelgroßes Windrad. Die CDU-Opposition im rheinland-pfälzischen Landtag kritisierte, das Land hätte schon viel früher mit dem Ausbau beginnen müssen. Der klimafreundliche Strom könnte längst fließen.
Opel beteiligt Mitarbeiter am Gewinn
Der Rüsselsheimer Autohersteller Opel zahlt an seine Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung von jeweils 2.000 Euro aus. Das hat Opel-Chef Uwe Hochgeschurtz mitgeteilt. Die Prämie ist niedriger als beim französischen Teil des Mutterkonzerns Stellantis, der rund 4.000 Euro zahlt. Der Deutsche Betriebsrat ist mit den Zahlungen einverstanden. Er will aber eine neue Vereinbarung über künftige Beteiligungen aushandeln.