Der 17:30-Sporttalk mit Thorsten Arnold
Markus Appelmann, Moderator: „Und Kino-Atmosphäre hatten gestern Abend auch gut 50.000 Fans im Frankfurter Stadion. Ein denkwürdiger Europapokal Abend. Eintracht Frankfurt erkämpft sich gegen den FC Barcelona ein 1:1 und somit bleibt die Chance, nächste Woche im Rückspiel alles klar zu machen. Für das Halbfinale in der Europa League live dabei im Stadion war mein Sport-Kollege Thorsten Arnold. Thorsten, wie hast du das denn live erlebt gestern Abend?“
Thorsten Arnold, Sportreporter: „Ja, das war natürlich wieder einer dieser magischen Europapokal-Nächte in Frankfurt. Also vielleicht war es sogar noch eins drüber. So laut war es wirklich selten. Und vor allem bei diesem sensationellen Tor der Eintracht, ein Schuss in den Winkel, da ist wirklich das Stadion erbebt in seinen Grundfesten. Das hat man bis auf die Tribüne gespürt. Und gespürt hat man vor allem auch, dass die Eintracht-Spieler diese Lust hatten, diese großartige Mannschaft aus Weltstars und Super-Talenten so richtig zu ärgern, aggressiv zu sein. Und das ist super aufgegangen. Und Oliver Glasner, um Mitternacht gab’s dann die Pressekonferenz, da war er sehr glücklich.“
Oliver Glasner, Trainer Eintracht Frankfurt: „Es wäre ein Sieg durchaus möglich gewesen, aber heute gibt es keinen Wermutstropfen, sondern nur ein großes Kompliment an die Spieler für diese herausragende Leistung. Wir wollten mit einem Ergebnis nach Barcelona fliegen, wo alles noch möglich ist und das ist es. Und bisher waren wir in Europa auswärts fast einen Ticken besser, wie zuhause. Das wird auch nötig sein.“
Thorsten Arnold: „Ja, und nötig sein wird auch diese herausragende Unterstützung der Eintracht Fans. Und die machen sich jetzt alle auf den Weg nach Barcelona nächste Woche. Das habe ich so rausgehört, die planen schon, wo sie sich verabreden. Und 100.000 Zuschauer passen rein in dieses Riesen Stadion, ins Camp Nou. Und da hofft natürlich jeder: erst mal hin, irgendwie mit Bus oder Bahn, Flugzeug egal. Und dann muss man natürlich irgendwie ins Stadion kommen. Aber das werden die meisten irgendwie schaffen, koste es, was es wolle.“
Markus Appelmann: „Aber vor dieser Kür liegt doch die Pflicht. Und das heißt an diesem Wochenende Bundesliga.“
Thorsten Arnold: „Ja, und schau mal hier. Gegner ist ausgerechnet der SC Freiburg. Und das ist ja auch eine Mannschaft, die sehr aggressiv und körperlich spielt. Und Trainer Glasner, der hat heute noch mal betont: Ja gut, aber geschont wird jetzt keiner für nächste Woche. Da müssen die Eintracht Spieler jetzt mal durch.“
Markus Appelmann: „Wir schauen weiter in Liga eins und gehen zum Konkurrenten, zu Mainz 05, die müssen schon zum dritten Mal in Folge auswärts ran.“
Thorsten Arnold: „Ja, beim 1. FC Köln. Und Trainer Svensson, der hat heute ganz klar gesagt: Also das ist jetzt der schwierigste Gegner in diesen drei Auswärtsspielen, hat den Gegner ganz genau studiert und warnt.“
Bo Svensson, Trainer 1. FSV Mainz 05: „Das ist eine sehr aktive Mannschaft, die sehr viel Wucht mitbringt, sehr viel nach vorne mitbringen. Die, auch wenn sie zuletzt nicht viele Tore geschossen haben, sehr offensiv und aggressiv spielen. Das sagt was aus über die Leistung, die wir bringen müssen morgen. Aber wir haben eine konkrete Art zu spielen und das werden wir auch morgen verfolgen.“
Thorsten Arnold: „Ja, so ein bisschen hätten die Mainzer noch müde Beine. Aber viel wichtiger ist ja vor allem, wieder den Kopf hoch zu kriegen nach dieser Niederlage in Augsburg, die doch sehr unglücklich war, weil ja dieser unberechtigte Elfmeter, den es da gab, der hatte alles eingeleitet.“
Markus Appelmann: „Dann schauen wir noch rasch in Liga 2 vorbei, bei den Lilien. Da heißt es am Samstagabend: Ein wahres Traditions-Duell.“
Thorsten Arnold: „Ja, auswärts beim 1. FC Nürnberg, immerhin neunfacher Deutscher Meister. Ja, und so Begriffe wie Meisterschaft oder Aufstieg, da waren die Lilien in dieser Zweitliga-Saison ganz leise, obwohl sie oben dabeistehen und sagen: Ja gut, sind wir einfach weiter dabei da oben im Konzert der Großen. Und Konzert ist das Stichwort für Torsten Lieberknecht. Er ist nicht nur Lilien-Trainer, sondern auch Musik-Kenner.“
Torsten Lieberknecht, Trainer SV Darmstadt 98: „Solange wir immer noch diese Randnotiz sind, da hab ich mir überlegt, was kannst du eigentlich noch sagen? Da ist mir Klaus Lage eingefallen, mit seinem Lied Monopoly: Wir sind nur die Randfiguren – allerdings in einem schönen Spiel.“
Thorsten Arnold: „In einem schönen Spiel, hat der Trainer gesagt. Und ein schönes Spiel wollen sie natürlich auch in Nürnberg abliefern. 1600 Fans reisen mit aus Darmstadt und dann gucken wir mal, ob die dann auf der Tribüne auch Grund haben zum Singen und zum Feiern.“
Markus Appelmann: „Wir drücken unserer hessischen Mannschaft die Daumen. Danke für dein Sport-Update, Thorsten Arnold.“
Thorsten Arnold: „Gerne.“









