Bevölkerung rund um die US-Airbase Ramstein in Sorge
Nach anfänglichem Zögern hat auch Deutschland begonnen, der Ukraine Waffen zu liefern, einen Militäreinsatz haben die NATO-Staaten aber bislang ausgeschlossen. Und trotzdem sind sie in höchster Alarmbereitschaft. Das spüren auch die Menschen, die in der Nähe von Militärstützpunkten leben, wie im rheinland-pfälzischen Ramstein.
Mitten in der Westpfalz, nicht weit von Kaiserslautern, liegt der größte Stützpunk der U.S. Air Force außerhalb der Vereinigten Staaten. Gleichzeitig ist die Ramstein Air Base eine Kommandobehörde der NATO und damit ein strategisch wichtiger Standort. Nur wenige hundert Meter weiter liegt der Ort, nach dem der Militärflugplatz benannt ist: Ramstein-Miesenbach.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Wir merken seit gut zwei Wochen einen verstärkten Flugverkehr. Das ist immer so der Indikator, das sind die Veränderungen, die wir direkt hören und auch sehen. Vor allen Dingen auch dann die Nachtzeiten, also wenn… wir hatten im Herbst die Evakuierung von 35.000 Personen aus Afghanistan nach Amerika, da war es ähnlich. Und im Moment ist stärkerer Betrieb und das ist immer so ein Indikator, dass etwas los ist.“
Nicht nur im Rathaus klingele seitdem öfter das Telefon, auch zu Hause in der Familie sei der Krieg in der Ukraine Thema. Vor allem seine 17-jährige Tochter mache sich große Sorgen, erzählt uns Ralf Hechler, und auch sein neunjähriger Sohn.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Der kriegt das jetzt auch mit und fragt auch jeden Tag, guckt auch in die Zeitung und er möchte wissen, warum das so ist und mag den russischen Präsidenten überhaupt nicht, er soll sofort dort raus, und hat natürlich auch gefragt: Was heißt das denn bei uns? Und wir hatten die Tage eine Übung hier, zwei Tage mit Lautsprecherdurchsagen, und das hat Panik ausgelöst.“
Eine routinemäßige Übung zwar, die alle drei Monate stattfindet und nichts direkt mit dem Krieg in der Ukraine zu tun hat. Aber in diesen Zeiten löst das bei den Menschen in Ramstein trotzdem Unbehagen aus.
Anonyme Frau
„Ja klar, da macht man sich auf jeden Fall Sorgen, weil täglich Übungen sind, praktisch überm Kopf, man weiß nicht, was passiert und die Angst ist in jedem Fall da.“
Gudula Klöker
„Ich meine, klar, das war ja immer eine Bedrohung hier, wenn irgendwas wäre, dass sie hier auf Ramstein zielen würden, oder? Das muss man ja einfach mal so sagen. Aber bisher bin ich da noch relaxed.“
Joachim Felka, ehem. NATO-Berufssoldat
„Dass wir in Ramstein, dass wir dort in Mitleidenschaft gezogen werden, glaube ich nicht, momentan noch nicht, weil er wird also, denke ich mal, nicht die NATO angreifen.“
Diese Einschätzung über Putins Pläne zieht Joachim Felka aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Berufssoldat bei der NATO. Dort war er als Russlandexperte tätig. In der aktuellen Situation ist er damit auch ein wichtiger Berater für den Bürgermeister.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Man hat es offenbar mit einem unberechenbaren Diktator zu tun, nenne ich ihn einfach mal so, Aggressor. Sie haben selbst gesagt, man hätte sich das nicht vorstellen können, keiner wahrscheinlich. Es gab schon immer Geplänkel und Säbelrasseln, aber der ist jetzt einmarschiert in der Ukraine und der führt Krieg gegen einen Nachbarn und weit weg sind wir nicht. Und deswegen ist die Situation auch für uns natürlich eine andere.“
Sorgen ja, Panik nein. Dass Ramstein tatsächlich Zielscheibe für einen russischen Angriff wird, glauben sie hier nicht – noch nicht. Durch die unmittelbare Nähe zur Air Base fühlt sich der Krieg hier aber deutlich näher an als an anderen Orten in Deutschland.
Mitten in der Westpfalz, nicht weit von Kaiserslautern, liegt der größte Stützpunk der U.S. Air Force außerhalb der Vereinigten Staaten. Gleichzeitig ist die Ramstein Air Base eine Kommandobehörde der NATO und damit ein strategisch wichtiger Standort. Nur wenige hundert Meter weiter liegt der Ort, nach dem der Militärflugplatz benannt ist: Ramstein-Miesenbach.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Wir merken seit gut zwei Wochen einen verstärkten Flugverkehr. Das ist immer so der Indikator, das sind die Veränderungen, die wir direkt hören und auch sehen. Vor allen Dingen auch dann die Nachtzeiten, also wenn… wir hatten im Herbst die Evakuierung von 35.000 Personen aus Afghanistan nach Amerika, da war es ähnlich. Und im Moment ist stärkerer Betrieb und das ist immer so ein Indikator, dass etwas los ist.“
Nicht nur im Rathaus klingele seitdem öfter das Telefon, auch zu Hause in der Familie sei der Krieg in der Ukraine Thema. Vor allem seine 17-jährige Tochter mache sich große Sorgen, erzählt uns Ralf Hechler, und auch sein neunjähriger Sohn.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Der kriegt das jetzt auch mit und fragt auch jeden Tag, guckt auch in die Zeitung und er möchte wissen, warum das so ist und mag den russischen Präsidenten überhaupt nicht, er soll sofort dort raus, und hat natürlich auch gefragt: Was heißt das denn bei uns? Und wir hatten die Tage eine Übung hier, zwei Tage mit Lautsprecherdurchsagen, und das hat Panik ausgelöst.“
Eine routinemäßige Übung zwar, die alle drei Monate stattfindet und nichts direkt mit dem Krieg in der Ukraine zu tun hat. Aber in diesen Zeiten löst das bei den Menschen in Ramstein trotzdem Unbehagen aus.
Anonyme Frau
„Ja klar, da macht man sich auf jeden Fall Sorgen, weil täglich Übungen sind, praktisch überm Kopf, man weiß nicht, was passiert und die Angst ist in jedem Fall da.“
Gudula Klöker
„Ich meine, klar, das war ja immer eine Bedrohung hier, wenn irgendwas wäre, dass sie hier auf Ramstein zielen würden, oder? Das muss man ja einfach mal so sagen. Aber bisher bin ich da noch relaxed.“
Joachim Felka, ehem. NATO-Berufssoldat
„Dass wir in Ramstein, dass wir dort in Mitleidenschaft gezogen werden, glaube ich nicht, momentan noch nicht, weil er wird also, denke ich mal, nicht die NATO angreifen.“
Diese Einschätzung über Putins Pläne zieht Joachim Felka aus seiner jahrzehntelangen Erfahrung als Berufssoldat bei der NATO. Dort war er als Russlandexperte tätig. In der aktuellen Situation ist er damit auch ein wichtiger Berater für den Bürgermeister.
Ralf Hechler, CDU, Bürgermeister Ramstein-Miesenbach
„Man hat es offenbar mit einem unberechenbaren Diktator zu tun, nenne ich ihn einfach mal so, Aggressor. Sie haben selbst gesagt, man hätte sich das nicht vorstellen können, keiner wahrscheinlich. Es gab schon immer Geplänkel und Säbelrasseln, aber der ist jetzt einmarschiert in der Ukraine und der führt Krieg gegen einen Nachbarn und weit weg sind wir nicht. Und deswegen ist die Situation auch für uns natürlich eine andere.“
Sorgen ja, Panik nein. Dass Ramstein tatsächlich Zielscheibe für einen russischen Angriff wird, glauben sie hier nicht – noch nicht. Durch die unmittelbare Nähe zur Air Base fühlt sich der Krieg hier aber deutlich näher an als an anderen Orten in Deutschland.









