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Delightful Garden: Virtual Reality in Frankfurt

Okt. 25, 2021

Zukunftsmusik für den Museumsbesuch: Wie wäre es, wenn Sie in ein Gemälde hineingehen und alles anfassen könnten? Im Frankfurter Museum für Kommunikation ist das möglich. Bis Ende Januar können dort Besucher den „Garten der Lüste“ vom Maler Hieronymus Bosch virtuell betreten.
Hereinspaziert in den „Garten der Lüste“!
Ein weltberühmtes Gemälde von Hieronymus Bosch, gemalt um 1490. Der Künstler hätte garantiert nie damit gerechnet, dass seine Fabelwesen, sein Garten 600 Jahren später einmal betreten werden kann. Eine virtuelle Realität!
Michael Gödde, Technischer Leiter TimeLeapVR
„Mit Hilfe dieser Brillen hier – man setzt sie sich auf und ist in einer ganz anderen Welt. Das heißt, man kann sich wirklich umdrehen, umschauen. Man kann auch mit dieser virtuellen Welt interagieren. Ja, so Orte erleben, die man sonst normalerweise nicht erleben kann.“
Für den außenstehenden Betrachter wirkt der Besucher des virtuellen Gartens etwas seltsam. Doch wer in das Gemälde von Hieronymus Bosch eintaucht, der erlebt das Bild, kann mit den gemalten Motiven kommunizieren. Mit moderner Technik wird die Kunst des Mittelalters real. Sogenannte „Fantastische Kunst“. Seltsame Wesen und Pflanzen tummeln sich im Paradies. Der „Garten der Lüste“ ist eigentlich ein dreiteiliges Bild. Animiert zu erleben ist der Mittelteil.
Corinna Engel, Museum für Kommunikation Frankfurt
„Bosch hat dann im Mittelteil des ‚Gartens der Lüste‘ vorgeführt, wie sich Menschen im Verhältnis zu Hölle und Paradies aufführen und das hat er in Form eines Wimmelbilds gemacht.“
Durch Motion Capture wird der Garten zum Leben erweckt. Reale Bewegungen werden mit Hilfe von Sensoren im Anzug auf 3D-Figuren übertragen. Danach werden die Bewegungsdaten auf die Charaktere im Garten der Lüste angewendet.
Ein ganz neues, ganz anderes Kunsterlebnis. Der Museumsbesuch der Zukunft?
Corinna Engel, Museum für Kommunikation Frankfurt
„Denkbar ist es schon, dass zukünftig Bildinhalte über virtuelle Realität anders vermittelt werden und sich dadurch auch ein neuer Zugang zu Bildern eröffnet.“
Kunst als abenteuerliches Erlebnis. Bis zum 23. Januar bleibt der „Garten der Lüste“ im Frankfurter Museum für Kommunikation.