Baustoffe sind knapp und teuer
Wer derzeit mit dem Gedanken spielt, ein eigenes Haus zu bauen, muss vor allem zwei Dinge mitbringen: Viel Geld und sehr viel Geduld. Denn die Preise für Baustoffe sind geradezu explodiert – wenn sie denn überhaupt verfügbar sind.
Bauunternehmer Thomas Reimann auf Inspektion auf einer seiner Baustellen. Hier im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen soll schon in wenigen Wochen ein Einfamilienhaus stehen. Konnte Thomas Reimann früher solche Projekte innerhalb weniger Wochen beginnen, braucht er nun mehrere Monate Vorlauf. Außerdem wird es für ihn immer schwieriger, die ständig steigenden Baustoffpreise einzukalkulieren. Sonst bleibt er auf seinen Kosten sitzen oder der Preis für den Auftraggeber schießt plötzlich in die Höhe.
Thomas Reimann, Bauunternehmer
„Wenn man zu kurzfristig denkt, hat man schnell die Situation, dass man den Preis, der ursprünglich mal kalkuliert war – durch den Architekten, durch den Planer – überschreitet. Es kommt zu Kostensteigerungen, die durchaus zwischen 20 und 30 Prozent ausmachen.“
Die Preise für Stahl und Holz sind dieses Jahr um 90 Prozent angestiegen. Waren Dämmstoffe sonst binnen zwei Wochen lieferbar, muss man nun bis zu vier Monate warten. Immerhin sind die Baustoffe überhaupt wieder verfügbar, im Frühjahr noch standen viele Baustellen schlichtweg still.
Thomas Reimann, Bauunternehmer
„Es gab kein Holz, es gab deutlich weniger Stahl. Dämmstoffe und die nötigen Vorprodukte gab es gar nicht mehr. Das führte dazu, dass der Preis plötzlich angestiegen ist und die Produkte nicht mehr lieferbar waren.“
Höhere Energiekosten in der Produktion führen auch zu höheren Baustoffpreisen. Die Kosten rund ums Bauen sind um fast 13 Prozent angestiegen, der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung. Ein weiterer Grund sind Engpässe bei den internationalen Lieferketten. In Deutschland wird zwar Holz produziert, zur Weiterverarbeitung aber nach China geschickt. Die Volksrepublik produziert zudem über die Hälfte des weltweiten Stahls. Kommt es dort während der Corona-Pandemie zu Lockdowns, können nicht mehr genug Baustoffe in den Westen geliefert werden.
Für Thomas Reimann, zugleich Vizepräsident der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, müssten langfristig wieder mehr Baustoffe im eigenen Land produziert werden.
Thomas Reimann, Vizepräsident VhU
„Wir haben hochmoderne Stahlwerke in Deutschland, die könnten das alles, was wir benötigen, in ausreichender Menge produzieren. Wir haben vieles ins Ausland verlagert, haben vieles in Deutschland und Europa abgebaut. Das tut uns jetzt natürlich weh.“
Experten gehen nicht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig entspannen wird. Häuslebauer müssen auch weiterhin mit längeren Vorplanungen und vor allem höheren Kosten rechnen.
Bauunternehmer Thomas Reimann auf Inspektion auf einer seiner Baustellen. Hier im Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen soll schon in wenigen Wochen ein Einfamilienhaus stehen. Konnte Thomas Reimann früher solche Projekte innerhalb weniger Wochen beginnen, braucht er nun mehrere Monate Vorlauf. Außerdem wird es für ihn immer schwieriger, die ständig steigenden Baustoffpreise einzukalkulieren. Sonst bleibt er auf seinen Kosten sitzen oder der Preis für den Auftraggeber schießt plötzlich in die Höhe.
Thomas Reimann, Bauunternehmer
„Wenn man zu kurzfristig denkt, hat man schnell die Situation, dass man den Preis, der ursprünglich mal kalkuliert war – durch den Architekten, durch den Planer – überschreitet. Es kommt zu Kostensteigerungen, die durchaus zwischen 20 und 30 Prozent ausmachen.“
Die Preise für Stahl und Holz sind dieses Jahr um 90 Prozent angestiegen. Waren Dämmstoffe sonst binnen zwei Wochen lieferbar, muss man nun bis zu vier Monate warten. Immerhin sind die Baustoffe überhaupt wieder verfügbar, im Frühjahr noch standen viele Baustellen schlichtweg still.
Thomas Reimann, Bauunternehmer
„Es gab kein Holz, es gab deutlich weniger Stahl. Dämmstoffe und die nötigen Vorprodukte gab es gar nicht mehr. Das führte dazu, dass der Preis plötzlich angestiegen ist und die Produkte nicht mehr lieferbar waren.“
Höhere Energiekosten in der Produktion führen auch zu höheren Baustoffpreisen. Die Kosten rund ums Bauen sind um fast 13 Prozent angestiegen, der höchste Anstieg seit Beginn der Erhebung. Ein weiterer Grund sind Engpässe bei den internationalen Lieferketten. In Deutschland wird zwar Holz produziert, zur Weiterverarbeitung aber nach China geschickt. Die Volksrepublik produziert zudem über die Hälfte des weltweiten Stahls. Kommt es dort während der Corona-Pandemie zu Lockdowns, können nicht mehr genug Baustoffe in den Westen geliefert werden.
Für Thomas Reimann, zugleich Vizepräsident der Vereinigung hessischer Unternehmerverbände, müssten langfristig wieder mehr Baustoffe im eigenen Land produziert werden.
Thomas Reimann, Vizepräsident VhU
„Wir haben hochmoderne Stahlwerke in Deutschland, die könnten das alles, was wir benötigen, in ausreichender Menge produzieren. Wir haben vieles ins Ausland verlagert, haben vieles in Deutschland und Europa abgebaut. Das tut uns jetzt natürlich weh.“
Experten gehen nicht davon aus, dass sich die Lage kurzfristig entspannen wird. Häuslebauer müssen auch weiterhin mit längeren Vorplanungen und vor allem höheren Kosten rechnen.









