Porträt des neuen rheinland-pfälzischen Justizministers Helmut Martin
Seit rund zwei Monaten verbringt er hier den größten Teil seines Tages. Der neue Justizminister Helmut Martin hat erst vor wenigen Wochen sein Büro im Justizministerium bezogen, direkt über dem Haupteingang mit Blick auf das Kurfürstliche Schloss.
Helmut Martin (CDU), Minister der Justiz und für Verbraucherschutz RLP
„Ich find’s schön, ich mag es, dass es ein Altbau ist und gleichzeitig gehört’s ja zu dem Gesamtkomplex mit dem Gericht, da war ich als Anwalt oft, also ich find’s klasse. Es ist super gelegen, genau zwischen Abgeordnetenhaus und Deutschhaus, was willst du mehr?“
Innen ist alles sehr minimalistisch und ordentlich. Ein Spiegelbild des 62-Jährigen?
Helmut Martin (CDU), Minister der Justiz und für Verbraucherschutz RLP
„Ist gut, dass Sie nicht meinen Schreibtisch zuhause sehen. Der hier, den bemühe ich mich und da wird mir zum Glück ja auch sehr geholfen, halbwegs ordentlich zu halten. Aber ja, was ich schon gerne mag, ist das etwas Zurückgenommene. Weniger ist mehr. Das gilt für mich auch bei der Einrichtung. Ich brauche keinen Schnickschnack, ich brauch nicht hier noch ein Lämpchen oder da noch irgendwas, und auch diese eher puristische Möbelform, die entspricht durchaus meinem Naturell.“
Die Möbel haben es dem Justizminister besonders angetan, die stammen nämlich aus der Justizvollzugsanstalt Wittlich. Schon in der Schulzeit war für Martin klar: Er will Jura studieren. Studium in Mainz und Bonn, Referendariat in Koblenz, einige Jahre im Wirtschaftsrecht und schließlich die Politik, seit 2018 als Landtagsabgeordneter.
Neben dem politischen Interesse ist der Bad Kreuznacher leidenschaftlicher Fastnachter. Als fester Bestandteil der Mainzer Ranzengarde läuft Helmut Martin jeden Rosenmontag beim Umzug mit. Helmut Martin ist aber auch abseits der fünften Jahreszeit gerne draußen unterwegs.
Helmut Martin (CDU), Minister der Justiz und für Verbraucherschutz RLP
„Unheimlich gerne arbeite ich mit meiner Frau im Garten zusammen. Das genießen wir wirklich sehr. Das blieb in der Vergangenheit etwas zu kurz. Und was wir auch unheimlich gerne machen, ist zusammen mit unserer Hündin, der Berta, wandern zu gehen.“
In der Politik verfolgt der neue Justizminister zwei Ziele: bessere Rahmenbedingungen für die Justiz schaffen und der Gesellschaft vermitteln: Für einen Rechtsstaat muss man sich einsetzen.
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Maike Dickhaus, Moderatorin:
Und jetzt ist er bei mir zu Gast im Studio: Helmut Martin, der neue Minister für Verbraucherschutz und die Justiz in Rheinland Pfalz.
Helmut Martin (CDU), Minister der Justiz und für Verbraucherschutz RLP:
Grüß Sie, Frau Dickhaus.
Dickhaus:
Herr Martin, erst Anwalt, dann Politiker. Was hat sie denn überhaupt bewegt, in die Politik zu gehen? Hat da unter anderem auch Ihr Vater eine Rolle gespielt? Er war ja auch Politiker, lange Zeit Landtagspräsident und Minister in Rheinland-Pfalz.
Martin:
Richtig ist, durch diese Funktion meines Vaters bin ich natürlich in einem politisch geprägten Elternhaus großgeworden. Interesse für die Politik war immer da. Aber es ist vielleicht gar nicht so ungewöhnlich, dass man als junger Mann dann erst mal einen ganz anderen Weg einschlägt und sagt: “Politik mache ich gerade mal nicht, schon gar nicht hauptberuflich”. Dann bin ich eben in die Wirtschaft gegangen später als Anwalt und habe mich lediglich in einer Nische der Rechtspolitik intensiver engagiert. Und da gab es auch keinen Plan, irgendwie mal wirklich ins Parlament oder sonst was zu kommen, sondern Julia Klöckner hat das eigentlich zu verantworten. Die hat mich 2010 gefragt, ob ich sie als B-Kandidat unterstütze bei der Wahl , 2016 bei der Wahl noch mal und als Julia Klöckner dann 2018 von Merkel ins Kabinett berufen wurde, da bin ich nachgerückt in den Landtag und habe dann geprüft: Ist das, was für mich? Und ja, es ist was für mich. Deswegen mache ich es gerne.









