Wildberger besucht Pilotprojekte zur Digitalisierung
Dieser Linienbus dürfte zu Stoßzeiten deutlich mehr Gäste zählen als beim heutigen Pressetermin. Und genau das soll künftig in den mehr als 120 Bussen des Rheingau-Taunus-Kreises erfasst werden – über solche videobasierten, optischen Zählsensoren. Informationen über die Auslastung könnten dann ab nächstem Jahr in Echtzeit etwa über die RMV-App abgerufen werden.
Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen
„Ist der Bus, wo ich vielleicht mit meinem Kind und auch mit dem Kinderwagen einsteigen möchte, der nächste voll und ich warte noch mal drei Minuten oder kann ich direkt einsteigen? Es ist etwas, was mehr Komfort, mehr Transportinformation, aber auch sozusagen eine Information für den Busfahrer sein soll, was auch das Thema Barrierefreiheit zum Beispiel angeht. Dann weiß ich sofort, kommt ein Rollstuhlfahrer und muss ich die hintere Tür aufmachen?“
Gefördert vom Land Hessen mit 2,25 Millionen Euro, soll das System auch helfen, Besucherströme bei der Bundesgartenschau 2029 im Oberen Mittelrheintal besser zu steuern. Schon etwas weiter ist man bei der elektronischen Wohnsitzanmeldung, die den Weg zum Amt ersparen soll. 91 Prozent der hessischen Bürger können diesen Service bereits nutzen, bis Ende des Jahres soll es ihn hessenweit geben. Die Bundesregierung will die Digitalisierung im Schulterschluss mit Ländern und Kommunen vorantreiben.
Karsten Wildberger (CDU), Bundesdigitalminister
„Und dazu braucht es eine Infrastruktur, die alle nutzen. Und die haben wir gerade aufgebaut, die muss jetzt wachsen. Und wir müssen lernen, schnell Kommunen auf diese Infrastruktur zu bekommen. Weil eines der Probleme in Deutschland ist, dass die Digitalisierung sehr zerfasert, sehr zerklüftet ist. Mit vielen, 11.000 Einzellösungen, mit einzelnen Servern im Keller sag ich jetzt mal. Das ist auch eine Sicherheitsfrage.“
Und eine Frage von Effizienz – denn am Ende soll die Digitalisierung den Kommunen auch helfen, Geld zu sparen. Um gerade älteren Menschen den Zugang zu erleichtern, setzt Hessen an mittlerweile 70 Orten auf Beratung durch sogenannte Di@-Lotsen. Denn, das wird heute deutlich: Digitalisierung heißt auch, voneinander zu lernen.









