Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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DGB-Protest gegen Reformpläne

Juni 25, 2026

Die Politik hat lange versucht, die Dinge irgendwie weiterlaufen zu lassen. Jetzt ist man an dem Punkt, wo es kein Weg mehr an den so dringenden Reformen vorbei gibt. Wir können uns den Sozialstaat nicht mehr leisten – sagt Bundeskanzler Friedrich Merz. In Mainz widerspricht man heute vehement. Der Deutsche Gewerkschaftsbund hält dagegen.
Rote Karte dem Kahlschlag. Der Deutsche Gewerkschaftsbund kritisiert die Reformpläne der schwarz-roten Bundesregierung. So lehnt er Änderungen beim Arbeitszeitgesetz ab. Die Bundesregierung plant, die tägliche Höchstarbeitszeit von 8 Stunden durch eine flexiblere Wochenarbeitszeit von maximal 48 Stunden zu ersetzen. Die Gewerkschaften warnen, dass dadurch die Gesundheit der Arbeitnehmer gefährdet werde.

Susanne Wingertszahn, Vorsitzende des DGB Rheinland-Pfalz / Saarland
„Es geht um den Gesundheitsschutz und jede Studie sagt, wenn man länger als 8 Stunden, als 10 Stunden arbeitet, dann ist man A nicht produktiver, zweitens steigt die Wahrscheinlichkeit einen Fehler zu machen und vor allem ist es gesundheitsschädlich. Wenn Menschen zu viel arbeiten, zu wenig schlafen, dann schadet das der Gesundheit.“

Arbeitgeber hingegen drängen auf mehr Flexibilität im Arbeitsrecht. Denn nur so lasse sich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen verbessern.

Karsten Tacke, Geschäftsführer LVU
„Wir haben immer ein sehr stark schwankender Auftragsbestand hier. Mal fällt der eine aus, mal fällt der andere aus, Kollegen müssen einspringen. Wichtig ist dann eben nur für die Unternehmen, dass Aufträge abgearbeitet werden können, und dafür muss man die Arbeitszeit flexibel ausgestalten können. Das ist übrigens auch im Interesse der meisten Beschäftigten, die sagen wir wollen das. Wenn man an der einen Stelle länger arbeitet, arbeitet man an der anderen eben kürzer.“

Feststeht, der Streit um die künftigen Arbeitszeiten hat gerade erst begonnen. Noch sind auch die beiden Regierungsparteien im Bund von einer gemeinsamen Position weit entfernt.