Diskussion um geplante Rentenreform
Der Hanauer Bundestagsabgeordnete Pascal Reddig kämpfte gegen ein Rentenpaket von Schwarz-Rot. Er stellte sich mit anderen Abgeordneten der Jungen Gruppe der Union offen gegen die Rentenvorstellungen der Bundesregierung und damit gegen die eigene Parteiführung. Jetzt hat der CDU-Abgeordnete als Mitglied der Rentenkommission am großen Reformpaket mitgeschrieben, über das das ganze Land diese Woche diskutiert.
In einem Punkt sind sich alle Politiker und Experten einig: Ohne Reform ist das Rentensystem auf Dauer nicht zu finanzieren. Die Rentenkommission hat deshalb drastische Änderungen vorgeschlagen.
So will sie unter anderem das Rentenalter anheben, die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren abschaffen und eine kapitalgedeckte Zusatzrente einführen, auch wenn das zu höheren Rentenbeiträgen führt.
Doch die Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Die Rente mit 63 abzuschaffen, hält die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing Lichtenthäler für „realitätsfern.“ Vor allem in Bezug auf Menschen mit Ausbildungsberufen, die häufig bereits mit 17 oder 18 Jahren ins Berufsleben starten. Straßenbauer und Pflegekräfte beispielsweise müssten auch körperlich so hart schuften, dass sie nicht länger arbeiten könnten als sie es heute schon tun.
In einem Punkt sind sich alle Politiker und Experten einig: Ohne Reform ist das Rentensystem auf Dauer nicht zu finanzieren. Die Rentenkommission hat deshalb drastische Änderungen vorgeschlagen.
So will sie unter anderem das Rentenalter anheben, die abschlagsfreie Rente mit 63 Jahren abschaffen und eine kapitalgedeckte Zusatzrente einführen, auch wenn das zu höheren Rentenbeiträgen führt.
Doch die Proteste ließen nicht lange auf sich warten. Die Rente mit 63 abzuschaffen, hält die rheinland-pfälzische Arbeits- und Sozialministerin Sabine Bätzing Lichtenthäler für „realitätsfern.“ Vor allem in Bezug auf Menschen mit Ausbildungsberufen, die häufig bereits mit 17 oder 18 Jahren ins Berufsleben starten. Straßenbauer und Pflegekräfte beispielsweise müssten auch körperlich so hart schuften, dass sie nicht länger arbeiten könnten als sie es heute schon tun.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Arbeitsministerin RLP
„Eine strikte Kopplung des Renteneintritts an die Lebenserwartung wäre daher in diesem Fall ein Fehler.“
Rückenwind erhält sie dabei vom Deutschen Gewerkschaftsbund. Auch die rheinland-pfälzische AfD bezeichnet die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Berufsjahren als „zutiefst ungerecht“.
Rund fünf Monate hat die Kommission an ihren Vorschlägen zur Rentenreform getüftelt. Die Umsetzung dürfte nun noch deutlich kniffliger werden.









