Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Der Frühling hält immer mehr Einzug. Ein Zeichen dafür ist, die Kirschbäume beginnen wieder zu blühen. Ein besonderes Schauspiel an den Bäumen, das nicht nur schön zu fotografieren ist – vor allem in der japanischen Kultur wird die Kirschblüte traditionell richtig gefeiert. Zeit für einen Blick in den Japanischen Garten in Kaiserslautern.
Inmitten der Stadt, umringt von Hochhäusern und Straßenlärm liegt eine kleine Oase der Ruhe. Seit rund einer Woche sprießen hier im Japanischen Garten die Kirschblüten. Der perfekte Zeitpunkt für einen Besuch.

Rainer Kirgasser
„Es ist halt besonders reizvoll, es ist schön, Hanami kennt man ja aus Japan. Wie gesagt ich bin Fan dieser Geschichte, hab auch zuhause den Garten einigermaßen so stilnah angelegt und hier kann man sich immer mal Inspiration hol und das einfach nur genießen den Anblick.“
Anni Haardt
„Die ganze Pracht halt, die ganze Blütenpracht und der Duft, das ist einfach, es hat schon bisschen was für die Seele zu tun schon.“
Anita Krebs
„Wir kennen Japan und leider haben wir das nicht in der Jahreszeit geschafft damals. Deshalb lieben wir die Blüten und deshalb machen wir heute den Ausflug.“

Vor 26 Jahren zur Landesgartenschau wurde der Japanische Garten geöffnet. Frank Katzenbach kennt sich in der japanischen Kultur besonders gut aus und gibt Führungen durch den Garten.

Frank Katzenbach, ehrenamtlicher Gartenführer
„Das ist in Japan ein wirklich besonderes Highlight, die Kirschblüte. Sie steht für Vergänglichkeit, für Neubeginn und die Schönheit wird halt in Japan bewundert.“

Kein Wunder, dass die Kirschblüten, auf Japanisch Sakura, allseits beliebt sind: Bei Bienen und anderen Insekten als Nahrungsquelle, bei den Menschen als Fotomotiv Nummer eins.
Wie Schneeflocken rieseln die Blütenblätter zu den Koi-Karpfen ins Wasser. Die hören übrigens auf ihre Namen.

Frank Katzenbach, ehrenamtlicher Gartenführer
„Die Koi-Fische, die haben ja keine Ohren, aber die nehmen Schallwellen wahr. Und man kann Fische trainieren. Und wenn man sie ruft und immer dabei füttert, dann verstehen sie irgendwann das Wort, dass das Futter bedeutet und das hab ich hier bei dem gelben Fisch Tanaka trainiert und erkennt meine Schallwelle und deshalb kommt er auch zum Füttern.“

Anders als die Kirschblüten können die Kois hier noch den ganzen Sommer bewundert werden. Wie lange die Kirschbäume noch blühen, hängt vom Wetter ab. Wind, Niederschlag und kalte Temperaturen, wie sie in den kommenden Tagen zu erwarten sind, lassen die Blüten von den Bäumen fallen. Frank Katzenbach ist jedoch zuversichtlich und geht davon aus: Bis Ostern könnten die Kirschblüten den Japanischen Garten noch in ihr strahlendes Weiß tauchen.