Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Am 22. April soll das größte privat finanzierte Infrastrukturprojekt Europas seine Pforten öffnen – das Terminal 3 am Frankfurter Flughafen! Dann sollen 19 Millionen Passagiere jährlich von dort in die Welt fliegen. 8.000 Fluggäste dürfen aber jetzt schon rein – unter ihnen auch unsere Reporterin Maike Dickhaus.
Maike Dickhaus, Reporterin am Frankfurter Flughafen
„Die Sonnenbrille habe ich dabei, meinen Reisepass und mein Nackenkissen. Denn für mich geht es heute ins Warme. In den Urlaub. Vom Frankfurter Flughafen aus. Und zwar vom neuen Terminal 3. Aber abheben tue ich dann nicht wirklich, denn ich bin einer von den Testpassagieren, die heute die Abläufe testen. Und deshalb brauche ich auch diese Weste, damit ich nicht verloren gehe.“
Gemeinsam mit über 500 Statisten prüfe ich heute, ob alle Systeme reibungslos funktionieren, zum Beispiel die Aufgabe des Gepäcks. Dafür brauche ich erstmal einen Koffer.
„Ja, Und hier schnappe ich mir dann eins von 8000 Test-Gepäckstücken. Der Koffer ist ganz schön schwer. Was drin ist, weiß ich tatsächlich nicht. Aber damit geht’s jetzt zum Check-In.“
Finden sich die Passagiere im Terminal zurecht? Was ist, wenn es Probleme im Buchungssystem gibt? Und was passiert, wenn der Strom ausfällt?
Für die Statisten gibt es besondere Aufgaben. Manche sitzen im Rollstuhl, andere wollen ihre Sportwaffe mitnehmen. Ich muss für meinen Flug nach Dubai Sperrgepäck aufgeben.
„Damit ich im Urlaub auch Golf spielen gehen kann, muss natürlich mein Golfgepäck mit.“
Beim Check-In am Schalter bekomme ich meine Bordkarte und kann meinen Koffer abgeben. Zum Glück hat der kein Übergewicht.
„21,6 Kilo. Ich bin vollbepackt im Urlaub.“
Rund 350 Mitarbeiter der Airlines, der Bundespolizei und des Flughafens wirken an den Testtagen mit und erproben so ihr System. Sie müssen sich auf einen großen Besucheransturm gefasst machen.
„Ja, ich glaube, ich muss mich jetzt auch ein bisschen beeilen. Der Flug geht um 13:15 Uhr und ich muss noch das Sperrgepäck loswerden.“
Das geht an diesem Tag problemlos.
„Schönen Flug Ihnen.“ – „Danke!“
An der Sicherheitskontrolle, die ich als nächstes passieren muss, geht es ebenfalls flott. Auch dank modernster Technik.
„Muss ich was rausnehmen?“ – „Nein. Alles drin lassen.“ – „Ich hab hier noch eine Wasserflasche.“ – „Das ist auch kein Problem, das ist mittlerweile auch erlaubt. Auch kein Problem.“ – „Ja, super.“
Und wie läuft es bei den anderen Testpassagieren?
 „Wohin geht’s denn heute für Sie?“ – „Nach Erbil“ – „In den Irak“ – „Massalam in Ägypten.“

Andreas Becker, aus Oberursel
„Wir haben ein bisschen Verspätung, deshalb hab ich ein bisschen mehr Luft.“
Rahel Mulatu, arbeitet am Flughafen Düsseldorf
„Ich fand, bis jetzt war alles gut ausgeschildert. Ich habe alles gefunden, also in Düsseldorf kenn ich das ganz anders, dass ich da manchmal Probleme habe.“
Ingmar Lehr, Pilot
„Läuft alles soweit sehr flüssig. Es ist natürlich jetzt wahrscheinlich, wenn es in Real-Life ist, viel mehr Betrieb noch. Da würden auch längere Schlangen sein.“
Patrick Kilian, aus Kriftel
„Bisschen chaotisch. Erst hieß es ganz nach oben, dann wieder runter, dann doch wieder hoch.“

Alle Komparsen bekommen für ihren Urlaubsstress den Mindestlohn und Verpflegung. Ein Aufwand, der sich für den Flughafenbetreiber Fraport lohnt.

Esther Nitsche, Projektleiterin Inbetriebnahme Terminal 3
„Also ein Thema ist auf jeden Fall für uns die Beschilderung. Hier konnten wir ganz viele Auffälligkeiten feststellen im Probebetrieb. Dass einfach Beschilderungen noch fehlen oder nicht ganz korrekt sind. Das können wir alles nachbessern bis zur Inbetriebnahme.“

Ich habe gut bis zum Gate gefunden und es heißt – alle einsteigen bitte. Leider wartet nach dem Boarding kein Flugzeug auf mich. Stattdessen heißt es direkt wieder Schlange stehen zur Einreise und dann weiter zur Gepäckausgabe.
„So, der Koffer ist wieder da. Schade eigentlich, denn bei mir ist richtig Urlaubsstimmung aufgekommen. Aber jetzt muss ich ja leider wieder in die Redaktion zurück. Aber man muss sagen, bei mir hat der ganze Durchlauf reibungslos geklappt. Und wie es dann wirklich wird, dass sehen wir dann erst bei der Terminaleröffnung im April. Ja und die Sonnenbrille, die kann ich in den nächsten Tagen ja vielleicht auch hier gebrauchen.“