Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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BioNTech-Gründer verlassen Unternehmen — Verwaltungsgerichte in Hessen stark belastet — Bilanz der Badetoten
Anmoderation:
Im vergangenen Jahr sind in Hessen so viele Unternehmen pleite gegangen, wie seit 20 Jahren nicht mehr. Rund 2.100 Unternehmen haben Zahlungs-Unfähigkeit angemeldet – rund ein Viertel mehr als im Jahr zuvor. In Rheinland-Pfalz haben rund 1.000 Firmen Insolvenz angemeldet – ein Plus von 16 Prozent.
Wir kommen jetzt zu weiteren Kurznachrichten an diesem Dienstag.

BioNTech-Gründer verlassen Unternehmen
Die Corona-Impfstoff-Pioniere und BioNTech-Gründer Ugur Sahin und Özlem Türeci werden das Unternehmen spätestens zum Jahresende verlassen und ein neues gründen.  Das hat BioNTech heute in Mainz bekanntgegeben. Das Ehepaar wolle die nächste Generation von Medikamenten auf mRNA-Basis entwickeln. Die beiden blieben aber Anteilseigner von BioNTech. Außerdem hat das Mainzer Unternehmen die Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Demnach erhöhte sich der Nettoverlust auf rund 1,1 Milliarden Euro. Im Geschäftsjahr zuvor lag das Minus noch bei rund 665 Millionen Euro. Grund für den Anstieg waren die hohen Kosten für die Entwicklung neuer Krebsmedikamente.
Verwaltungsgerichte stark belastet
Die Vereinigung der Verwaltungsrichter in Hessen fordert deutlich mehr Planstellen an den Gerichten. Die Zahl der neuen Asylverfahren habe 2025 gegenüber dem Vorjahr um rund 66 Prozent zugenommen. Zudem seien rund 32 Prozent mehr Klagen wegen Corona-Soforthilfen neu eingegangen. Dadurch drohten personelle Engpässe bei den Gerichten. Es seien deutlich mehr Richter notwendig, um die Verfahren zu bewältigen und einen effektiven Rechtsschutz zu gewährleisten.
Bilanz der Badetoten
In Hessen sind im vergangenen Jahr mehr Menschen beim Schwimmen ums Leben gekommen als im Jahr zuvor. Wie die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft  heute mitteilt, ertranken 19 Menschen in den hessischen Gewässern, 2024 gab es 12 Badetote. In Rheinland-Pfalz starben 15 Menschen in den Flüssen und Seen des Landes. Das waren ebenso viele wie im Vorjahr. In beiden Bundesländern ertranken deutlich mehr Männer als Frauen. Um die Zahl der tödlichen Unfälle zu verringern, fordert die DLRG mehr Schwimmkurse, vor allem an Schulen.