Politischer Aschermittwoch der SPD in Mainz
Die Feierlaune ist geblieben, das Kostüm der vergangenen Tage abgelegt. Rot ist die Farbe des Abends. Zahlreiche SPD-Mitglieder und Sympathisanten sind gekommen, um „ihrem Alex“ zu lauschen. Der Ministerpräsident sagt, allen Krisen zum Trotz, einer gleich mal den Kampf an: politisch betriebener „Miesepetrigkeit“.
Alexander Schweitzer (SPD), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„Wir sind fleißig, wir sind engagiert. Aber wir lassen uns unser fröhliches Modell zu leben und zusammen zu leben in Rheinland-Pfalz nicht wegnehmen. Nicht von euch, meine Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde.“
Ein Seitenhieb auf die Konservativen und ein Appell an den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Alexander Schweitzer gibt sich selbstbewusst, gelassen und demütig. Am politischen Gegner, allen voran der CDU, wolle er sich nicht abarbeiten. Er sei überzeugt…
Alexander Schweitzer (SPD), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„… dass wer seine Rede nur darauf verwendet, auf den politischen Gegner zu schimpfen, wahrscheinlich seinem eigenen Programm nicht traut. Aber ich traue unserem Programm. Ich traue unseren Ideen. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass das, was wir uns vorgenommen haben, in Sachen guter Bildung, gute Schule, gute Kita, gute Unterstützung für Familien, genau das Richtige ist.“
Schweitzer verspricht Rekordinvestitionen in Infrastruktur und Bildung, Lernmittelfreiheit für Schüler – Politik für die breite Mitte der Gesellschaft. Für politische Spitzen ist die SPD-Landesvorsitzende Sabine Bätzing-Lichtenthäler zuständig. Sie wirft der CDU mit Spitzenkandidat Gordon Schnieder einen fehlenden politischen Kompass und einen unambitionierten Wahlkampf vor.
Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Landesvorsitzende RLP
Das ist die Konstellation dieses Duells: Macher gegen Mann mit Müdigkeit. Sportwagen gegen Schlafwagen. Alex, der Anpacker, gegen Gute-Nacht-Gordon.
Der Saal steht – hinter dem Spitzenkandidaten und dem Wahlprogramm der SPD. Auch wenn das Rennen um den Wahlsieg offen ist, gehen die SPD-Mitglieder mit breiter Brust nach Hause.
Karoline Ofenloch
„Genau so weiter machen wie die ganze Zeit und wie die fast fünf Jahre, die wir so gearbeitet haben, ja.“
Jonas Kexel
„Noch sind wir nicht bei allen Umfragen vorne, aber wir haben schon gut aufgeholt.“
Ylva Dayan
„Unsere Strategie ist unser Programm und das ist gut. Und damit können wir nach vorne gehen. Und damit gehen wir an die Haustüren.“
Wie lange die Feierlaune bei den Sozialdemokraten anhält, wird sich bei der Landtagswahl am 22. März entscheiden.









