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Frau ermordet und einbetoniert?

Jan. 20, 2026

Anna K. aus Bad Neuenahr-Ahrweiler verschwindet im Juli 2025 spurlos. Zwei Tage suchen ihre Freunde nach der Frau. Kurz darauf wird ihr Noch-Ehemann, mit dem sie einen vierjährigen Sohn hat, verhaftet. Der Verdacht: Er hat die Frau getötet. Der 32-jährige Deutsche steht seit heute in Koblenz vor Gericht. Und dabei sind auch weitere schockierende Details der Tat ans Licht gekommen.

Matthias K. wirkt heute ausgesprochen gefasst, als er mit Aktenordnern beladen den Saal des Koblenzer Landgerichts betritt. Dabei liest sich die Anklageschrift wie ein Krimi.
Am 17. Juli 2025 soll der Angeklagte seine getrennt von ihm lebende Ehefrau Anna K. unter einem Vorwand in sein Haus in Bad Neuenahr-Ahrweiler gelockt haben. Im Flur soll er sie angegriffen und mit mehreren Messerstichen in Hals, Kopf und Körper getötet haben. Anna K. wird nur 31 Jahre alt.

Maike Dickhaus, Reporterin am Koblenzer Landgericht
„Nach dem Mord soll Matthias K. versucht haben, die Leiche von Anna zu zerstückeln. Das sei ihm aber nicht gelungen. Er habe dann ihre Leiche in eine Grube gelegt, die er zuvor in seinem Haus ausgehoben haben soll. Matthias K. soll die Grube dann mit Schnellbeton verschlossen und im Beisein seines kleinen Sohnes fachgerecht verfliest haben. Er wollte, dass die Leiche von Anna niemals gefunden wird. Was mich heute als Prozessbeobachter überrascht hat, ist, dass Matthias K. während der Verlesung der Anklage komplett emotionslos ist.“

Es soll eine von langer Hand geplante Tat gewesen sein. Gleich drei Mordmerkmale sieht die Anklage verwirklicht: Heimtücke, Habgier und niedrige Beweggründe.
Anna K. war erst einige Monate zuvor aus dem gemeinsamen Haus im Ortsteil Gimmigen ausgezogen. Die Scheidung lief, doch es soll Streit ums Geld und die Umgangsregelung für den gemeinsamen vierjährigen Sohn gegeben haben. Obwohl Matthias K. bereits eine neue Freundin hatte, soll er Anna immer wieder kontaktiert und der Beziehung nachgetrauert haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass auch die verschmähte Liebe „mitursächlich“ für den Mordplan gewesen sein dürfte.

Maike Dickhaus, Reporterin am Koblenzer Landgericht
„Der Saal 102 des Koblenzer Landgerichts ist heute brechend voll. Familie und viele Freunde und Bekannte von Anna sind gekommen und stehen jetzt dem Mann gegenüber, der ihnen ihre Liebste genommen haben soll. Es fließen Tränen. Vor dem Gerichtsgebäude wird heute eine Mahnwache für die lebenslustige 31-jährige organisiert. Es ist aber niemand bereit, mit uns vor der Kamera zu sprechen. Zu tief sitzt der Schock und die Trauer.“

Bei der Polizei hat Matthias K. den Mord bereits gestanden. Heute kündigt er an sich am nächsten Prozesstag am kommenden Dienstag auch vor Gericht zu den Vorwürfen zu äußern. Es wird ein weiterer schwerer Tag für die Angehörigen – ohne ihre Anna.