Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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AfD stellt Wahlkampagne vor

Jan. 13, 2026

Noch gut zwei Monate, dann wählt Rheinland-Pfalz einen neuen Landtag. So langsam geht der Wahlkampf richtig los – und heute hat auch die AfD ihre Strategie vorgestellt, mit der sie Wähler überzeugen will.
„Unser Land – Unsere Werte“, „Zukunft für Rheinland-Pfalz“, „Jetzt AfD“ – viele Inhalte vermitteln sie nicht, die neuen Wahlplakate der AfD, die Spitzenkandidat Jan Bollinger heute in Mainz vorstellt.

Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„Wir werden den intensivsten, besten und aufwendigsten Wahlkampf in der Geschichte unserer Landespartei führen, mit einem umfassenden Zukunftsplan, einem hervorragenden Programm, mit einer Vielzahl an Veranstaltungen: Vier Großveranstaltungen mit unserer Bundesspitze, einer größeren Anzahl mittlerer und unzähligen kleineren Veranstaltungen, mit über 40.000 Plakaten, hunderttausend Flugblättern im ganzen Land.“

Erst beim Blick ins Wahlprogramm wird deutlich, womit die AfD die Wählerinnen und Wähler überzeugen will. Die Migration soll drastisch beschränkt werden, der Flughafen Hahn soll zu einem Abschiebeflughafen werden. Das Integrationsministerium soll geschlossen, das Bildungsministerium soll in das  Gesundheitsministerium eingegliedert werden. Außerdem will die Partei den Ausbau der erneuerbaren Energien sofort stoppen.

Jan Bollinger (AfD), Spitzenkandidat Landtagswahl RLP
„Da sind enorme Sparpotentiale, die sowohl direkt den Staat entlasten, als auch unsere Unternehmen und unsere Bürger. Und dass kann jetzt schon realisiert werden und natürlich wäre es schön, wenn man einmal die Atomkraftwerke, bei denen das noch möglich ist wieder ans Netz nimmt und eben so schnell wie möglich, wie das alle vernünftigen Industrieländer tun, auch um uns herum, wieder in die Kernkraft einsteigen.“

Wie viele Wählerinnen und Wähler im März wirklich ihr Kreuz bei der AfD machen werden, wird sich zeigen. Als sicher gilt, dass sie mächtig zulegen wird. Nach 8 Prozent bei der letzten Landtagswahl sehen die aktuellen Umfragen die Alternative für Deutschland mit knapp 20 Prozent als drittstärkste Kraft im Land. Aber egal wie stark die Partei wird, mit Regierungsverantwortung wird sie wohl nichts zu tun haben. Alle anderen Parteien haben eine Zusammenarbeit mit der AfD bereits ausgeschlossen.