Im Gespräch: Hessens Bildungsminister Armin Schwarz (CDU)
Maike Dickhaus spricht mit dem hessischen Bildungsminister über die Defizite im Bildungsbereich.
Maike Dickhaus, Moderatorin:
Guten Abend, Armin Schwarz.
Armin Schwarz (CDU), Bildungsminister Hessen:
Schönen guten Abend, Frau Dickhaus.
Dickhaus:
Herr Schwarz, die Forderungen liegen auf dem Tisch: Kleinere Klassen, weniger Pflichtstunden für Lehrer, mehr pädagogische Fachkräfte zur Unterstützung der Lehrkräfte. Wieso kommt das alles seit Jahren nicht?
Schwarz:
Wir nehmen die Herausforderung an den Schulen sehr ernst. Deswegen ist Bildung ein absolutes Topthema der hessischen Landesregierung. Wir investieren so viel in Bildung wie noch nie und haben alleine in den letzten fünf Jahren die Stellen bei den Schulpsychologen um 35 % gesteigert, genauso wie kontinuierlich die Anzahl der Grundschullehrkräfte nach oben gewachsen ist. Das nehmen wir sehr ernst. Deswegen handeln wir.
Dickhaus:
In dem Brandbrief wird beschrieben, dass Kinder keinen Stift halten können, nicht die Schuhe binden, nicht alleine auf Toilette gehen können, sich nicht an Regeln halten. Alles Dinge, die man eigentlich in der Kita lernt. Liegt der Fehler im System auch darin, dass die Verantwortung da in zwei verschiedenen Ministerien liegt? Also in Ihrem – im Bildungministerium – und im Sozialministerium?
Schwarz:
Bildung ist zweifelsohne eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aber eins muss klar sein: Schule und Kita kann nicht alles leisten. Die Eltern haben ein Erziehungsrecht, aber auch Erziehungspflichten. Und deswegen müssen die Eltern auch an der Stelle natürlich ihren Teil beitragen. Es ist schon sehr wichtig, dass Kinder beispielsweise vorgelesen bekommen. Es ist schon wichtig, dass Kinder nicht zu lange Zeit am Handy verbringen und deswegen der Erziehungsauftrag der Eltern der ist, es ernst zu nehmen. Dabei unterstützen wir die Eltern. Aber ohne Eltern geht es nicht.
Dickhaus:
Aber nochmal: Die Lehrer können den eigentlichen Unterrichtsstoff gar nicht behandeln. Das schlägt sich am Ende darin nieder, dass Schüler in Bildungstests immer schlechter abschneiden. Man könnte also von einer handfesten Bildungskrise sprechen, oder?
Schwarz:
Nein, wir haben keine handfeste Bildungskrise. Im Gegenteil. Eins ist klar: Die Schule ist keine reine Servicestelle, um die Defizite aufzuarbeiten, die möglicherweise aus dem Elternhaus in die Schulen gebracht werden. Aber wir setzen wirklich alles daran, die jungen Leute zu unterstützen. Wir haben verpflichtenden Deutschunterricht für diejenigen Kinder vor Einschulung, die potenziell nicht einen guten Start in die Schule hinbekommen werden. Wir geben zusätzlichen Deutschunterricht, beispielsweise in der zweiten Klasse. Eine Stunde mehr für alle. Und wir setzen auch daran, dass die Kompetenzen beispielsweise in Mathe gestärkt werden. Das sind Dinge, die wir ganz konkret tun, um die jungen Leute fit zu machen, damit sie eine erfolgreiche Bildungskarriere und anschließend auch eine erfolgreiche berufliche Karriere haben.
Dickhaus:
Viel zu tun also, für den hessischen Bildungsminister. Armin Schwarz, vielen Dank, dass sie sich meinen Fragen gestellt haben.
Schwarz:
Sehr gerne. Vielen Dank. Schönen Abend.
Maike Dickhaus, Moderatorin:
Guten Abend, Armin Schwarz.
Armin Schwarz (CDU), Bildungsminister Hessen:
Schönen guten Abend, Frau Dickhaus.
Dickhaus:
Herr Schwarz, die Forderungen liegen auf dem Tisch: Kleinere Klassen, weniger Pflichtstunden für Lehrer, mehr pädagogische Fachkräfte zur Unterstützung der Lehrkräfte. Wieso kommt das alles seit Jahren nicht?
Schwarz:
Wir nehmen die Herausforderung an den Schulen sehr ernst. Deswegen ist Bildung ein absolutes Topthema der hessischen Landesregierung. Wir investieren so viel in Bildung wie noch nie und haben alleine in den letzten fünf Jahren die Stellen bei den Schulpsychologen um 35 % gesteigert, genauso wie kontinuierlich die Anzahl der Grundschullehrkräfte nach oben gewachsen ist. Das nehmen wir sehr ernst. Deswegen handeln wir.
Dickhaus:
In dem Brandbrief wird beschrieben, dass Kinder keinen Stift halten können, nicht die Schuhe binden, nicht alleine auf Toilette gehen können, sich nicht an Regeln halten. Alles Dinge, die man eigentlich in der Kita lernt. Liegt der Fehler im System auch darin, dass die Verantwortung da in zwei verschiedenen Ministerien liegt? Also in Ihrem – im Bildungministerium – und im Sozialministerium?
Schwarz:
Bildung ist zweifelsohne eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Aber eins muss klar sein: Schule und Kita kann nicht alles leisten. Die Eltern haben ein Erziehungsrecht, aber auch Erziehungspflichten. Und deswegen müssen die Eltern auch an der Stelle natürlich ihren Teil beitragen. Es ist schon sehr wichtig, dass Kinder beispielsweise vorgelesen bekommen. Es ist schon wichtig, dass Kinder nicht zu lange Zeit am Handy verbringen und deswegen der Erziehungsauftrag der Eltern der ist, es ernst zu nehmen. Dabei unterstützen wir die Eltern. Aber ohne Eltern geht es nicht.
Dickhaus:
Aber nochmal: Die Lehrer können den eigentlichen Unterrichtsstoff gar nicht behandeln. Das schlägt sich am Ende darin nieder, dass Schüler in Bildungstests immer schlechter abschneiden. Man könnte also von einer handfesten Bildungskrise sprechen, oder?
Schwarz:
Nein, wir haben keine handfeste Bildungskrise. Im Gegenteil. Eins ist klar: Die Schule ist keine reine Servicestelle, um die Defizite aufzuarbeiten, die möglicherweise aus dem Elternhaus in die Schulen gebracht werden. Aber wir setzen wirklich alles daran, die jungen Leute zu unterstützen. Wir haben verpflichtenden Deutschunterricht für diejenigen Kinder vor Einschulung, die potenziell nicht einen guten Start in die Schule hinbekommen werden. Wir geben zusätzlichen Deutschunterricht, beispielsweise in der zweiten Klasse. Eine Stunde mehr für alle. Und wir setzen auch daran, dass die Kompetenzen beispielsweise in Mathe gestärkt werden. Das sind Dinge, die wir ganz konkret tun, um die jungen Leute fit zu machen, damit sie eine erfolgreiche Bildungskarriere und anschließend auch eine erfolgreiche berufliche Karriere haben.
Dickhaus:
Viel zu tun also, für den hessischen Bildungsminister. Armin Schwarz, vielen Dank, dass sie sich meinen Fragen gestellt haben.
Schwarz:
Sehr gerne. Vielen Dank. Schönen Abend.









