Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Gänseessen für Obdachlose im Römer

Dez. 4, 2025

Und jetzt geht’s bei uns im wahrsten Sinne des Wortes um die Gans. 30 Promis aus der Rhein-Main Region waren mal wieder als Kellner unterwegs und haben Obdachlosen im Frankfurter Römer eine schmackhafte Weihnachtsgans serviert. Unser heutiges Türchen am 1730 Sat.1 Live Adventskalender.
 
Einmal im Jahr ein Weihnachtsessen und für einen Abend etwas Wärme genießen. Fast 1.000 Obdachlose und Bedürftige drängen sich diesmal in den Ratskeller des Frankfurter Römers. 30 Prominente aus Sport, Politik und Showbusiness packen mit an, für die Gäste steht das Essen im Vordergrund.
Uwe Gellert
„Ich bin Sozialhilfeempfänger und man ist froh über jede Zuwendung, die es gibt.“
Antonino Magliarisi
„So eine Gänsekeule überhaupt zu bekommen, ist sehr schmerzhaft bezahlen zu können.“
Inouk Kennedy
„Es gibt nicht ganz so viel für Obdachlose. Ich habe dann halt aus Mülltonnen rausgesucht und habe dann da das Essen rausgenommen.“
Für viele ist es ein Höhepunkt im Jahr, hier kommt für sie Weihnachtsstimmung auf.
Über 500 Kilogramm Gänsekeulen, 2.000 Knödel und 250 Kilo Rotkohl kommen diesmal auf die Teller. Für die Promis ein nicht ganz alltäglicher Einsatz.
Sebastian Rode, ehemaliger Eintracht-Profifußballer
„Das Besondere ist einfach, in die glücklichen Gesichter zu sehen, helfen zu können. Den Leuten, die auf der Straße leben, die nicht immer auf eine warme Mahlzeit am Tag kommen, einfach mal eine Gans auszuschenken.
Mike Josef (SPD), Oberbürgermeister Frankfurt
„Es ist schon wahnsinnig, dass manchmal gerade diejenigen, die wirklich am wenigsten haben, am dankbarsten sind für solche kleinen Gesten. Dafür, dass sie einfach mal zusammenkommen dürfen im Warmen hier bei uns.“
Vincent Gross, Musiker
„Es geht uns nicht allen gleich gut, es gibt eine riesige Schere. Es gibt eine riesen Armut in Deutschland, in Frankfurt, die real ist. Es werden jedes Jahr mehr Leute.“
Lars Niedereichholz, Comedy-Duo „Mundstuhl“
„Das spricht sich rum und die Leute wollen halt was zu essen. Wenn man nichts zu essen hat, will man was. Und wenn es dann hier was gibt, kommen natürlich immer mehr.“
Dieses Jahr werden die Bedürftigen erstmals in drei Schichten eingeteilt, damit alle Platz im Ratskeller finden. Organisator Bernd Reisig weist immer wieder auf die wachsende Armut hin. Die Initiative des früheren Nena– und FSV-Frankfurt-Managers stößt langsam an ihre Grenzen.
Bernd Reisig, Organisator
„Im Moment haben wir ein bisschen Probleme, aber das liegt an diesen enormen Preissteigerungen im Bereich Lebensmittel. Also wir haben allein bei der Gans 100 Prozent Steigerung. Das macht’s uns sehr schwer momentan, aber wir kriegen es gewuppt.“
Die Initiative „helfen helfen“ ist deshalb mehr denn je auf Spenden angewiesen, damit man auch kommendes Jahr wieder lächelnde Gesichter sieht. So wie an diesem Abend, als es zum Abschluss noch Nikolaus-Geschenke gibt.