Speyerer Bischof Wiesemann im Gespräch
Zölibat ja oder nein? Über diese Frage spricht Eva mit den Mann, der die Diskussion aktuell angestoßen hat – mit dem Speyerer Bischof Karl-Heinz Wiesemann.
Eva Dieterle, Moderatorin:
Guten Tag.
Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer:
Guten Tag.
Dieterle:
Sie haben als ranghoher Kirchenvertreter das Zölibat in Frage gestellt. Was sind Ihre Beweggründe dafür?
Wiesemann:
Ich habe nicht das Zölibat infrage gestellt als solches. Ich halte das auch weiter für eine ganz wichtige geistliche Lebensform, sowohl im Orden als auch bei den Weltpriestern. Aber ich habe die Frage gestellt, ob jeder Priester also zölibatär leben muss oder ob es nicht auch – und das ist eine Frage, die in der Weltkirche schon lange auch diskutiert wird – sogenannte “viri probati”, also Männer geben kann, die auch verheiratet sind und gleichzeitig Priester.
Dieterle:
Wir haben es gerade im Beitrag gehört: Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz – der Limburger Bischof Georg Bätzing – hat bei uns im Interview betont, dass er Ihre Forderung nicht weiter verfolgen wird. Ist das Thema damit jetzt vom Tisch oder werden Sie sich – gemeinsam mit anderen Befürwortern aus Priesterkreisen – weiterhin dafür stark machen?
Wiesemann:
Wir haben auf dem Synodalen Weg in Deutschland ja Dokumente verabschiedet. Darunter ist auch ein solches, das wir nach Rom geben möchten auch in die Weltkirche hineingeben möchten, dieses Anliegen, darüber nachzudenken, ob der Zölibat als Pflichtzölibat dauerhaft bestehen bleiben sollte oder ob er als eine wichtige geistliche Lebensform weiter da ist, aber eben auch verheirate Priester geben kann. Also diese Aufgabe haben wir auch weiterhin und die werden wir auch in die Weltkirche einbringen.
Dieterle:
Auf der Bischofskonferenz-Versammlung letzte Woche in Fulda hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ja angemahnt, dass sich die Kirche den Veränderungen in der Gesellschaft stellen müsse. Das heißt moderner werden, neue Wege gehen. Wenn das beim Zölibat nicht möglich ist, welche Möglichkeiten sehen Sie denn darüber hinaus?
Wiesemann:
Ja, wir sind ständig in Bewegung. Und wir versuchen ja auch jetzt schon zu reagieren auf die Veränderungen unserer Zeit, etwa auf die ganze digitale Welt, um auch dort präsent zu sein mit der Internetkirche und mit ähnlichen Angeboten. Wir versuchen, innovative, neue Wege zu geben. Wir haben auch in unserem Bistum dafür einen Fonds aufgelegt, um diese Möglichkeiten auszuprobieren an einigen Stellen. Und natürlich bedeutet eine veränderte Zeit, dass die Botschaft – das ist ja das Entscheidende – auf eine andere Weise auch an die Menschen gebracht werden muss. Aber die Botschaft, die ist immer noch fundamental wichtig, dass Gott uns Menschen nahe sein möchte, dass er ihnen in den Nöten, die sie haben, zur Seite stehen will und dass wir dazu einen aktiven Beitrag leisten können.
Dieterle:
… sagt der Bischof von Speyer. Herr Wiesemann, vielen Dank für das Interview.
Wiesemann:
Gerne.
Eva Dieterle, Moderatorin:
Guten Tag.
Karl-Heinz Wiesemann, Bischof von Speyer:
Guten Tag.
Dieterle:
Sie haben als ranghoher Kirchenvertreter das Zölibat in Frage gestellt. Was sind Ihre Beweggründe dafür?
Wiesemann:
Ich habe nicht das Zölibat infrage gestellt als solches. Ich halte das auch weiter für eine ganz wichtige geistliche Lebensform, sowohl im Orden als auch bei den Weltpriestern. Aber ich habe die Frage gestellt, ob jeder Priester also zölibatär leben muss oder ob es nicht auch – und das ist eine Frage, die in der Weltkirche schon lange auch diskutiert wird – sogenannte “viri probati”, also Männer geben kann, die auch verheiratet sind und gleichzeitig Priester.
Dieterle:
Wir haben es gerade im Beitrag gehört: Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz – der Limburger Bischof Georg Bätzing – hat bei uns im Interview betont, dass er Ihre Forderung nicht weiter verfolgen wird. Ist das Thema damit jetzt vom Tisch oder werden Sie sich – gemeinsam mit anderen Befürwortern aus Priesterkreisen – weiterhin dafür stark machen?
Wiesemann:
Wir haben auf dem Synodalen Weg in Deutschland ja Dokumente verabschiedet. Darunter ist auch ein solches, das wir nach Rom geben möchten auch in die Weltkirche hineingeben möchten, dieses Anliegen, darüber nachzudenken, ob der Zölibat als Pflichtzölibat dauerhaft bestehen bleiben sollte oder ob er als eine wichtige geistliche Lebensform weiter da ist, aber eben auch verheirate Priester geben kann. Also diese Aufgabe haben wir auch weiterhin und die werden wir auch in die Weltkirche einbringen.
Dieterle:
Auf der Bischofskonferenz-Versammlung letzte Woche in Fulda hat der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf ja angemahnt, dass sich die Kirche den Veränderungen in der Gesellschaft stellen müsse. Das heißt moderner werden, neue Wege gehen. Wenn das beim Zölibat nicht möglich ist, welche Möglichkeiten sehen Sie denn darüber hinaus?
Wiesemann:
Ja, wir sind ständig in Bewegung. Und wir versuchen ja auch jetzt schon zu reagieren auf die Veränderungen unserer Zeit, etwa auf die ganze digitale Welt, um auch dort präsent zu sein mit der Internetkirche und mit ähnlichen Angeboten. Wir versuchen, innovative, neue Wege zu geben. Wir haben auch in unserem Bistum dafür einen Fonds aufgelegt, um diese Möglichkeiten auszuprobieren an einigen Stellen. Und natürlich bedeutet eine veränderte Zeit, dass die Botschaft – das ist ja das Entscheidende – auf eine andere Weise auch an die Menschen gebracht werden muss. Aber die Botschaft, die ist immer noch fundamental wichtig, dass Gott uns Menschen nahe sein möchte, dass er ihnen in den Nöten, die sie haben, zur Seite stehen will und dass wir dazu einen aktiven Beitrag leisten können.
Dieterle:
… sagt der Bischof von Speyer. Herr Wiesemann, vielen Dank für das Interview.
Wiesemann:
Gerne.









