Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Lufthansa kündigt Stellenabbau an

Sep. 29, 2025

Die Woche beginnt mit schlechten Nachrichten bei einem der größten Arbeitgeber Hessens: Deutschlands größte Fluglinie Lufthansa will 4.000 Stellen abbauen, viele wohl auch am Frankfurter Flughafen. Komplett überraschend kommt die Nachricht nicht, denn die Kranich-Airline hat schon länger mit Problemen zu kämpfen.
Die Woche beginnt mit schlechten Nachrichten bei einem der größten Arbeitgeber Hessens: Deutschlands größte Fluglinie Lufthansa will 4.000 Stellen abbauen, viele wohl auch am Frankfurter Flughafen. Komplett überraschend kommt die Nachricht nicht, denn die Kranich-Airline hat schon länger mit Problemen zu kämpfen.
Nun ist offiziell, was Ende vergangener Woche schon gemunkelt wurde: Stellenabbau bei der Lufthansa. Das teilt der Konzern heute mit.

„Die tiefgreifenden Umwälzungen durch Digitalisierung und der vermehrte Einsatz von künstlicher Intelligenz werden in vielen Bereichen und Prozessen für mehr Effizienz sorgen. Aufgrund dieser Entwicklungen und der strukturellen Anpassungen plant die Lufthansa Group bis 2030 weltweit insgesamt rund 4.000 Stellen abzubauen.“

Der überwiegende Teil davon in Deutschland, so die Airline. Mehr Effizienz kann sie gebrauchen, denn ihre Zahlen waren zuletzt schwach. Während Konkurrenten in Europa wie British Airways oder Air France Gewinne einfliegen, macht die Lufthansa im ersten Halbjahr dieses Jahres über 300 Millionen Euro Verlust.
Ein Grund für die anhaltenden Probleme sind die hohen Kosten an deutschen Flughäfen.

Prof. Yvonne Ziegler, Frankfurt University of Applied Sciences
„Es gab im letzten Jahr eine Erhöhung der Luftverkehrssteuer. Dann gibt es natürlich Start- und Landegebühren. Es gibt die Flugsicherheitsgebühren und die Luftsicherheitsgebühren. Und die sind auch an etlichen Flughäfen hier in Deutschland gegenüber dem Vorjahr gestiegen.“

Hinzu kommt ein Auf und Ab beim Personal. Noch zu Jahresbeginn kündigt die Airline 10.000 neue Stellen an. Jetzt der Rückzieher. Die Lufthansa will unter anderem Vertrieb und Netzwerkplanung von Frankfurt an andere Standorte verlegen.

Prof. Yvonne Ziegler, Frankfurt University of Applied Sciences: Konsequenzen für Frankfurt
„Ich denke, das ist ein Signal der Lufthansa an die Politik und an die Gewerkschaften, mit denen ja auch noch verhandelt wird.“

Die Gewerkschaft ver.di kündigt heute an, sich für den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze einzusetzen. Vor den anstehenden Tarifverhandlungen muss sich das Lufthansa-Management aber erst einmal mit drohenden Pilotenstreiks beschäftigen. Morgen endet die Urabstimmung der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Kommt es zum Streik, dürften die Probleme der Lufthansa wohl nochmal größer werden.