Zu wenig Wohnungsbau in Hessen
Wurden im ersten Halbjahr 2024 in Hessen noch gut 21.000 Wohnbauprojekte fertiggestellt, waren es in den ersten beiden Quartalen dieses Jahres nur noch rund 18.000 – ein Rückgang um mehr als 15 Prozent. Aus Sicht des Verbandes der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft deutet derzeit nichts auf eine Trendwende hin.
Axel Tausendpfund, Verband der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft
„Der Grund dafür, dass wenig gebaut wird ist, dass die Baukosten in den letzten Jahren sehr sehr stark angestiegen sind. Um ungefähr 45 % in den letzten 6 Jahren. Und dass die Zinsen stark gestiegen sind. Und das führt dazu, dass wenn heute gebaut wird, sehr sehr hohe Mieten verlangt werden, die eigentlich keiner bezahlen kann.“
Dabei sieht der VdW vor allem die Politik in der Pflicht: So fordert der Verband etwa mehr Geld zur Förderung des sozialen Wohnungsbaus. Und auch für Förderprogramme zur Unterstützung privater Investoren müsse das Land mehr Mittel bereitstellen als bislang. Denn schon jetzt gebe es in Hessen viel zu wenige Wohnungen: Um den steigenden Bedarf zu decken, müssten hier jährlich mehr als 26.000 Wohnungen neu gebaut werden. Von diesem Ziel sei man momentan aber meilenweit entfernt.









