Mansoori besucht Mercedes-Werk in Kassel
Das Mercedes-Benz-Werk in Kassel. Hier arbeitet man an der Mobilität der Zukunft. So gibt es am Standort verschiedene Hightech-Bereiche wie dieses Prüffeld für E-Achsen, die später in elektrisch angetriebenen LKW verbaut werden. Aber auch konventionelle Achsen, Gelenkwellen und Radsätze für Nutzfahrzeuge gehören zu den Produkten, die hier gefertigt werden.
Hauke Schuler, Standortsverantwortlicher Mercedes-Benz Werk Kassel:
„Wichtig ist, dass wir hier am Standort ein diverses Produktportfolio haben, was eben bestimmte Zyklen letztendlich ausgleicht. Und für uns als Nutzfahrzeughersteller ist ja das Thema Zyklizität nichts Neues. Mal geht es rauf, mal geht es runter.“
Aktuell eher runter. Erst vor kurzem hat Daimler Truck seine Jahresprognose gesenkt. Im Vergleich zum Vorjahr konnte der Konzern deutlich weniger Fahrzeuge verkaufen, was sich auch auf die Auftragslage im Kasseler Werk auswirkt. Dazu kam die Ankündigung, massiv Stellen streichen zu müssen. Der Betriebsratsvorsitzende aber gibt Entwarnung.
Jörg Lorz, Betriebsratsvorsitzender Werk Kassel
„Der Vorstand hat nach einem Gespräch mit dem Gesamtbetriebsrat sehr, sehr klar und deutlich gemacht, dass sie zu den Vereinbarungen stehen, sprich zur Zukunftssicherung 2035. Das ist wichtig, das hat Bestand und das hat auch Sicherheit gebracht Richtung Belegschaft.“
Bis zum Jahr 2035 will das Unternehmen also keine betriebsbedingten Kündigungen aussprechen. Stattdessen solle der Stellenabbau durch natürliche Fluktuation und Altersteilzeitangebote erfolgen. Diese Nachricht lässt auch den hessischen Wirtschaftsminister Kaweh Mansoori aufatmen. Und trotzdem: Es sei noch viel zu tun im Bereich der alternativen Antriebstechnologien, damit die Branche konkurrenzfähig bleibt – sowohl regional als auch global.
Kaweh Mansoori (SPD), Wirtschaftsminister Hessen
„Da geht es beispielsweise darum, dass wir mit den Energiekosten runterkommen, das hilft den Werken sofort, die produzieren. Es geht aber andererseits auch darum, dass die Ladestruktur schneller ausgebaut wird, weil wir auch heute bei diesem Termin wieder gehört haben, es gibt viele Spediteure, die gerade den E-LKW kaufen wollen, aber die eben mehr Ladepunkte brauchen.“
Da sei auch die Bundesregierung gefragt. Klar ist: Die Mobilität der Zukunft treibt hier alle an. Dafür aber müssen Unternehmen und Politik an einem Strang ziehen. Es braucht moderne Produktions- und Prüfprozesse und die nötige Infrastruktur, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern.









