Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Mutmaßlicher Dreifachörder ist tot

Aug. 7, 2025

Wir starten mit einem Thema, das die Menschen im rheinland-pfälzischen Weitefeld monatelang in Atem gehalten hat. Am sechsten April wird dort eine dreiköpfige Familie getötet. Der mutmaßliche Täter? Spurlos verschwunden! Vorgestern wird dann nur 600 Meter vom Tatort entfernt eine Leiche gefunden. Schnell wird vermutet, dass es sich dabei um den gesuchten Mörder handeln könnte. Und nun gibt es endlich Klarheit.
 
Er ist es. Bei der Leiche, die am Dienstag in der Nähe von Weitefeld im Westerwald gefunden worden ist, handelt es sich um den mutmaßlichen Dreifachmörder Alexander M. Das habe eine DNA-Analyse ergeben, verkündet die Staatsanwaltschaft am Nachmittag.
Staatsanwaltschaft Koblenz: „Aufgrund des fortgeschrittenen Verwesungszustandes der Leiche lassen sich die Todesursache und der genaue Todeszeitpunkt nicht mehr klären. Ob der mutmaßliche Täter Selbstmord begangen hat oder an den Verletzungen verstorben ist, die er sich bei Begehung der Tat zugezogen hat, oder eine sonstige Todesursache vorliegt, lässt sich dementsprechend nicht mehr sicher feststellen.“ 
Anfang April wird ein Ehepaar sowie deren 16-jähriger Sohn in ihrem Wohnhaus in Weitefeld tot aufgefunden. Alles deutet auf einen Dreifachmord hin: Das Ehepaar sei durch Messerstiche und Schüsse gestorben, der Sohn erschossen worden, so die Polizei. Die Spurensuche am Tatort lenkt den Verdacht auf den einen 61-jährigen Alexander M. aus einem Nachbarort. Trotz monatelanger Fahndung – er bleibt spurlos verschwunden. Was ihn zu der Tat bewogen haben könnte bleibt offen.
Vier Monate lang leben die Menschen in und um Weitefeld in Ungewissheit und Angst: Schleicht da draußen noch ein Mörder herum? Jetzt können sie aufatmen.
Uwe Weinbrenner: „Ich habe Enkel, die konnten nicht mehr raus. Also schon, aber unter Aufsicht. Und auch wenn die Leute spazieren gegangen sind, die waren hier auch nicht sicher.“ 
Mohammed El Haddouti: „Ich bin wirklich so beruhigt. Also das war für uns schrecklich, die Zeit. Muss ich ehrlich sagen.“ 
Hartmut Sturm: „Und jetzt, kann man sagen, wird auch hier in Weitefeld doch wieder etwas mehr Ruhe – wahrscheinlich nicht ganz, aber doch wieder ein großer Teil – einkehren.“ 
Auch wenn Alexander M. nie der Prozess gemacht werden konnte – Einwohner wie Ermittler sind sich ziemlich sicher, dass es sich bei ihm um den gesuchten Tatverdächtigen handelt. Die Beweislage sei erdrückend, deshalb sei das Ermittlungsverfahren um den Dreifachmord von Weitefeld nun abgeschlossen.