Ausstellung zu Cäsar und Kleopatra in Speyer
Sie ist der letzte Pharao Ägyptens: Kleopatra, die Siebte. Er ist kurz vor dem Höhepunkt seiner Macht: Gaius Julius Caesar. Beide treffen sich in Alexandria im Jahre 48 vor Christus. Kleopatra braucht die Hilfe des mächtigen Römers.
Alexander Schubert, Direktor Historisches Museum der Pfalz Speyer
„Die Ausstellung beginnt tatsächlich mit dem Aufeinandertreffen von Caesar und Kleopatra. In der Legende heißt es ja, dass Kleopatra sich nach Alexandria schmuggeln hat lassen, in einer Teppichrolle, und dann im Palast Caesars aus dieser Teppichrolle entstiegen sei, leicht bekleidet und ihn sofort verzaubert habe. Das kann man schon mal dekonstruieren, da ist wahrscheinlich nicht so viel Wahres dran.“
Kleopatra hat sich wohl eher in einem Wäschesack versteckt. Dass die beiden eine Beziehung hatten, ist unumstritten. Aber ob es nur um Macht oder auch um echte Liebe ging?
In der Ausstellung im Historischen Museum der Pfalz gibt es viel zu sehen. Kostbarer Schmuck der Antike, oft mit Schlangen verziert, denn im alten Ägypten ist die Schlange ein Symbol für Königtum und Göttlichkeit. Die Ausstellungsstücke kommen aus berühmten Museen, wie zum Beispiel dem Pariser Louvre.
Lars Börner, Kurator der „Caesar & Kleopatra“-Ausstellung
„Also wir haben insgesamt 244 Objekte von 31 Leihgebern aus insgesamt acht europäischen Ländern. Das unscheinbare kleine Objekt hinter uns, also dieses 1,5-Tonnen-Objekt, das kommt aus den vatikanischen Museen.“
Die Ausstellungsstücke reisen zusammen mit Kurieren nach Speyer. Die überprüfen dann auch, ob die kostbaren Objekte den Transport unbeschadet überstanden haben. So wie die antike Keramik aus den kapitolinischen Museen.
Barbara Nobilo Paola Piccione, Kuriere aus den kapitolinischen Museen
„Das ist aus der Stadt Rom, Keramik, die bei früheren Ausgrabungen im 18. und 19. Jahrhundert im Zentrum der Stadt gefunden wurde.“
Caesar wird 44 vor Christus ermordet. Sein Tod leitet das Ende der römischen Republik und den Beginn des Kaiserreichs ein. Aber auch das Ende einer von Macht geprägten Liebesgeschichte. Kleopatra widmet sich nach Caesar ihrem neuen Geliebten Marcus Antonius. Nach seinem Suizid bringt sie sich im Jahre 30 vor Christus auch um. Der Legende nach durch den Biss einer Kobra. All das trägt zum Mythos Kleopatra bei.
Lars Börner, Kurator der „Caesar & Kleopatra“-Ausstellung
„Ja, weil gerade bei Kleopatra noch so viel im Unklaren ist und weil man so viel Projektionsfläche hat für die eigene Fantasie dabei und weil es auch wirklich sehr extrem überlagert ist, mit den großen Bildern des Kinos.“
Es gibt viele Filme, immer mit einer verführerischen Kleopatra.
Wonach hat sie geduftet? Nach Lotosblüten heißt es. In Speyer kann jeder einmal das Pharaonen-Parfüm erschnuppern oder auch sein Wissen über die Antike testen. Es gibt sogar eine Kleopatra-Barbie.
All das bis zum 26. Oktober im Historischen Museum der Pfalz in Speyer.









