Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Wie ist die Stimmung zwei Wochen vor der Bundestagswahl?

Feb. 10, 2025

Noch knapp zwei Wochen, dann wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Laut einer Umfrage ist immer noch fast die Hälfte der Deutschen unentschlossen. Auch in Rheinland-Pfalz und Hessen grübeln noch viele Menschen, wo sie am 23. Februar ihr Kreuz machen sollen. Andere hingegen wissen schon genau, wen sie wählen wollen.
So zum Beispiel Boris Rhein heute Vormittag im Briefwahlbüro in Frankfurt. Was der Hessische Ministerpräsident und CDU-Landesvorsitzende wählt, dürfte klar sein – unklar ist hingegen, welche Rolle die Proteste gegen die Migrationspolitik der Union und gegen Rechtsextremismus in diesem kurzen Wahlkampf spielen.
Boris Rhein ist sich bewusst, dass die Stimmung auf der Straße momentan aufgeheizt ist. Ein Diskurs in der Sache sei gut und richtig, aber:

Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen:
„Wichtig ist nur, dass es natürlich alles im Rahmen bleibt. Und wir erleben derzeit Angriffe auf CDU-Geschäftsstellen, wir erleben Angriffe auf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und wir erleben auch Angriffe auf Wahlkämpfer. Das ist nicht demokratisch, dass gehört nicht zu unserem System dazu. Das verurteile ich scharf und deswegen rufe ich all diejenigen, die so etwas anstiften, oder die so etwas vornehmen auf, damit aufzuhören. Sie schaden der Demokratie.“

In den Umfragen liegt die Union derzeit weit vorne, Gefolgt von AfD, SPD und Grünen. Doch die Meinungsforscher weisen darauf hin, dass viele Bürger noch nicht wissen, wo sie am 23. Februar ihr Kreuz machen wollen.

David Haffner, Auszubildender
„Komische Situation. Das merkt, glaube ich, jeder. Es fällt einem schon ein bisschen schwer, da eine richtige Entscheidung zu treffen, zumindest für einen selber.“
Barbara del Valle, Bankkauffrau
„Gestern Abend hatten wir ja das nette Interview von den beiden Herren. Und das hat es auch nicht einfacher gemacht.“
Johanna Just, Rentnerin:
„Wegen der Vielfallt, wegen der vielen Krisen, wegen der Unruhe allgemein in der Welt und in der Gesellschaft und auch hier in Deutschland. Also das ist uns schon schwer gefallen.“
Hermann Penner, Rentner
„Weil wir nicht mehr in die Zukunft gucken können. Im alten Jahrhundert war das noch schön, da wusste man montags was samstags passiert. Das wissen wir heute nicht.“

Viele politische Beobachter rechnen aber mit einer hohen Wahlbeteiligung. Insbesondere die Themen Migration und Wirtschaft beschäftigen die Bürger. Das ist auch im Briefwahlbüro in Frankfurt zu spüren. Die Nachfrage nach Briefwahlunterlagen ist hoch.