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CDU und FDP in Rheinland-Pfalz bestimmen Kandidaten für die Bundestagswahl

Dez. 16, 2024

Auch die rheinland-pfälzische FDP und die CDU haben die Listenplätze für die Bundestagswahl im Februar vergeben. In Bingen haben die Christdemokraten die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner an die Spitze in den Kampf um die Mandate geschickt.

Julia Klöckner (CDU), Spitzenkandidatin Rheinland-Pfalz
„Wir wollen runter mit den Unternehmenssteuern auf 25 Prozent, dass wir mehr Wettbewerbsfähigkeit haben. Wir wollen diejenigen belohnen, die mehr Arbeit leisten, dass die das steuerfrei können bei Überstunden. Wir wollen, dass Rentner keine Steuererklärung mehr leisten müssen.“

Julia Klöckner ist bereits im Wahlkampfmodus. Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin wird mit 85 Prozent der Stimmen auf Listenplatz eins gewählt. Ob sie unter einem Bundeskanzler Friedrich Merz wieder ein Ministeramt anstrebt, das verrät sie in Bingen noch nicht.

Julia Klöckner (CDU), Bundestagsabgeordnete
„Jetzt erst mal Demut, das heißt, dass wir uns erst mal der Wahl stellen, und dass die Wähler erst mal entscheiden, wer die Bundesregierung führe. Wir kämpfen für Friedrich Merz als Bundeskanzler und dann wird es erst mal um Inhalte gehen.“

Auf Listenplatz 2 wird Patrick Schnieder mit 98 Prozent gewählt. Der Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Landesgruppe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion will sich jetzt ganz auf den Wahlkampf fokussieren.

Patrick Schnieder (CDU), Bundestagsabgeordneter
„Und deshalb heißt es: Raus zu den Menschen, Politik erklären, Stellung beziehen, überzeugen.“

Patrick Schnieders Bruder Gordon nennt die Themen, mit denen die rheinland-pfälzische CDU im Wahlkampf überzeugen will. Zum Beispiel eine bessere ärztliche Versorgung auf dem Land, höhere Investitionen in den Straßenbau.

Gordon Schnieder (CDU), Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz
„Es geht um Kitaverlässlichkeit, Flexibilität in der Kita, dass die Eltern sich darauf verlassen können, dass die Kita geöffnet ist, da müssen wir die Rahmenbedingungen anpassen und wir brauchen unbedingt Sprachförderung für die Kleinsten, damit in der Grundschule auch Bildungschancen, Bildungskarriere beginnen kann.“

Mit 32 Kandidaten auf der Landesliste startet die rheinland-pfälzische CDU in den Bundestagswahlkampf.
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Die rheinland-pfälzische FDP wählt am Wochenende Carina Konrad aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis zu ihrer Spitzenkandidatin. Mit 113 zu 84 Delegiertenstimmen setzt sich die 42-jährige gegen ihre Gegenkandidatin Sandra Weeser aus dem Kreis Neuwied durch. Carina Konrad ist staatlich geprüfte Landwirtin und Inhaberin eines Biohofes im Hunsrück. Seit 2017 sitzt sie für die FDP im Bundestag. Ihre Kernthemen: Entbürokratisierung und Digitalisierung.

Carina Konrad (FDP), Spitzenkandidatin Rheinland-Pfalz
„Ich bin jetzt seit drei Jahren Fraktionsvize im deutschen Bundestag und im Parlament konnten wir auch Fortschritt auf den Weg bringen, der unser Land auch in Zukunft nachhaltig verbessern wird, durch Reformen, durch Bürokratieabbau, durch neues Denken, denn die FDP macht am Ende den Unterschied.“

In ihrer Bewerbungsrede spricht sie auch von Fehlern, die gemacht wurden, zum Beispiel die Diskussion um die Streichung von Agrardiesel-Subventionen. Nun gehe es darum, daraus zu lernen.
Rund um das Aus der Berliner Ampel hagelte es nach Veröffentlichung des sogenannten D-Day-Papiers viel Kritik an der FDP. Carina Konrad sieht die Schuld am Scheitern der Regierungskoalition aber nicht allein bei ihrer Partei.

Carina Konrad (FDP), Spitzenkandidatin Rheinland-Pfalz
„Die Ampel war zu Ende, weil auch nichts mehr zu gestalten war, in dieser Konstellation. Es war Olaf Scholz, der den Bundesfinanzminister entlassen hat, es war Olaf Scholz, der Deutschland in die Führungslosigkeit getrieben hat, und deshalb kommt es jetzt darauf an, Deutschland ein Angebot zu machen, um wieder eine Stärke herzustellen, die wichtig ist für Deutschland, für Europa, aber auch für uns innenpolitisch, für unsere Wirtschaft.“

Dafür muss die Partei es bei der Bundestagswahl aber erst einmal mal über die Fünf-Prozent-Hürde schaffen.