Weitere Nachrichten im Überblick
Anmoderation:
Im Prozess um ein Autorennen mit tödlichem Ausgang hat das Landgericht Frankfurt heute zwei Angeklagte zu Haftstrafen verurteilt. Der 38-jährige Angeklagte erhielt eine Strafe von zwei Jahren und 5 Monaten. Den 30-jährigen Mitangeklagten verurteilt die Kammer zu einem Jahr Haft, sie setzte die Strafe aber zur Bewährung aus. Die Richter sehen es als erwiesen an, dass die zwei Deutschen im Oktober 2020 an einem verbotenen Rennen auf der A66 nahe Hofheim teilgenommen und damit den Straßenverkehr gefährdet haben. In der Folge war es zu einem Unfall gekommen, bei dem eine 71-Jahre alte Frau ums Leben kam.
Und damit zu weiteren kurzen Nachrichten im Überblick.
IG Metall weitet Warnstreiks aus
Im Tarifkonflikt beim Autobauer VW hat die Gewerkschaft IG Metall für Montag erneut zu befristeten Ausständen an den deutschen Standorten aufgerufen. Davon betroffen ist auch das Werk im hessischen Baunatal. Die Warnstreiks laufen parallel zur vierten Tarifrunde. Sie sollen diesmal mit vier Stunden doppelt so lange dauern wie beim ersten Mal und in jeder Schicht wiederholt werden. Die Gewerkschaft wehrt sich damit gegen die Sparpläne von VW. Der Konzern will wegen seiner schwierigen wirtschaftlichen Lage die Löhne um 10 Prozent kürzen. Außerdem schließt er Werksschließungen und Stellenabbau nicht aus.
Finanzkrise im Rheingau-Taunus-Kreis
Nach Angaben von Landrat Sandro Zehner fehlen dem Landkreis Rheingau-Taunus langfristig 150 Millionen Euro, damit sein Haushalt genehmigt werden kann. Ohne Genehmigung müsse der Kreis Zuschüsse unter anderem für Sport- und Jugendförderung sowie für soziale Einrichtungen streichen. Selbst bei den Pflichtleistungen wie dem Betrieb von Kitas seien Kürzungen nicht ausgeschlossen. Viele andere Landkreise in Hessen stünden ebenfalls vor millionenschweren Defiziten. Die Landesregierung stelle den Kommunen keine ausreichenden finanziellen Mittel zur Verfügung.
Wort des Jahres 2024 vorgestellt
Die Gesellschaft für Deutsche Sprache in Wiesbaden in diesem Jahr das Wort „Ampel-Aus“ auf Platz 1 gewählt. Nach Ansicht der Jury hat es die politische und gesellschaftliche Diskussion besonders bestimmt.
Prof. Peter Schlobinski, Gesellschaft für Deutsche Sprache
„ Das ist schon so, dass man sieht – also, dass so die vielen Probleme, die wir in der Gesellschaft haben – also letztes Jahr hatten wir Krisenmodus – und das setzt sich im Prinzip ja jetzt auch fort. Und man sieht, also eigentlich, dass diese Krisenhaftigkeit sich auch in den Wörtern also insofern widerspiegelt, dass alles sozusagen nicht so positiv ist wie man das vielleicht manchmal gerne hätte.
Auf dem zweiten Platz landete das Wort „Klimaschönfärberei“. Das Wort des Jahres wird seit 1977 regelmäßig gekürt.
Abmoderation:
Fünf Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes in Rheinland-Pfalz müssen erneut Insolvenz anmelden. Erst im August hatten die Kliniken in Alzey, Altenkirchen, Hachenburg, Kirchen und Neuwied eine erste Insolvenz in Eigenverwaltung erfolgreich abgeschlossen. Nun sind sie erneut in Finanznot geraten, weil die Rheinische Zusatzversorgungskasse von ihnen rückwirkend einen dreistelligen Millionenbetrag fordert. Der rheinland-pfälzische Gesundheitsminister Clemens Hoch sagte heute aber, er sei zuversichtlich, dass die medizinische Versorgung vor Ort dennoch gewährleistet bleibe.









