Bundesparteitag der Grünen in Wiesbaden
Er ist der Mann, der die Grünen in den Wahlkampf führt. Mehr als 96 Prozent der Delegierten wählen Robert Habeck zum Spitzenkandidaten für die anstehende Bundestagswahl. Seine Schwerpunkte: Gleichberechtigung, soziale Gerechtigkeit, Klimaschutz und eine funktionierende Wirtschaft. Seine Strategie:
Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidat Bundestagswahl 2025
„Dass wir die Dinge so benennen, wie sie sind. Dass wir die Wirklichkeit nicht beschönigen, dass wir den Menschen in Deutschland die Wahrheit zumuten, aber nicht mit einer Haltung des Kopf-in-den-Sand-Steckens, des Wegduckens, des Defätismus, des Schlechtredens und des Scheiterns, sondern mit einer Verliebtheit ins Gelingen.“
Breite Unterstützung aus dem Plenum, auch aus Rheinland-Pfalz und Hessen.
Kathrin Anders (Bündnis 90 / Die Grünen), Landesvorsitzende Hessen
„Aus unserer Sicht ist er der beste Mann für diesen Wahlkampf. Zwischen Merz und zwischen Scholz ist so viel Platz für einen Mann, der zuhört, für einen Mann, der empathisch den Menschen gegenüber ist.“
Pia Schellhammer (Bündnis 90 / Die Grünen), Fraktionsvorsitzende Landtag Rheinland-Pfalz
„Die Dinge zusammenzuführen, Klimaschutz und Wirtschaft miteinander zu denken, die Gesellschaft zusammenzuhalten, dafür ist er wirklich der richtige Kandidat.“
So geschlossen seine Partei hinter ihm steht, so kritisch wird er außerhalb der eigenen Reihen gesehen. Als amtierender Bundeswirtschaftsminister ist er Teil der gescheiterten Ampelregierung und muss sich Fehler bei missglückten Projekten wie dem Heizungsgesetz ankreiden lassen. Zur Wahrheit gehört aber auch: In den vergangenen Jahren gab es außergewöhnlich viele große Herausforderungen auf nationaler und internationaler Ebene.
Robert Habeck (Bündnis 90 / Die Grünen), Spitzenkandidat Bundestagswahl 2025
„Und fast täglich kommt eine neue Hiobsbotschaft darauf hinzu. Und ich will an der Stelle offen sagen, dass auch ich über Rückzug nachgedacht habe. Ich weiß, dass auch ich Vertrauen verloren habe und dass die Debatten der letzten Jahre natürlich einen Schaden hinterlassen haben. Ich habe mich das ernst gefragt, habe dann aber eine Antwort gegeben. Und diese Antwort kann ich nur anbieten: Jetzt nicht zu kneifen. Aus den Rückzugsgedanken keine Resignation werden zu lassen.“
Ihm zur Seite stehen die neuen Bundesvorsitzenden Franziska Brantner und Felix Banaszak, die ebenfalls am Wochenende gewählt worden sind. Sie folgen Ricarda Lang und dem Frankfurter Omid Nouripour, die vor knapp zwei Monaten ihren Rücktritt angekündigt hatten. Beide wollen aber erneut für den Bundestag kandidieren, genau wie Tarek Al-Wazir, bis vor einem Jahr stellvertretender Ministerpräsident in Hessen.
Tarek Al-Wazir (Bündnis 90 / Die Grünen), Abgeordneter Landtag Hessen
„Das wird natürlich jetzt ein kurzer Wahlkampf, ein kalter Winterwahlkampf, aber es geht jetzt endlich wieder um die Zukunft. Dass wir zeigen, wie wir uns dieses Deutschland der Zukunft vorstellen: Wirtschaftlich stark, ökologisch sicher und am Ende auch zukunftsfähig. Und darum geht’s jetzt. Und da geht’s um die Frage, wer hat welche Konzepte fürs Land. Und Friedrich Merz und Olaf Scholz sind beide so irgendwie 90er und Robert Habeck ist die Zukunft.“
Aktuell liegen die Grünen in Umfragen zwischen zehn und zwölf Prozent. Wenn sie Robert Habeck aber ins Kanzleramt bringen wollen, müssen sie noch ordentlich zulegen.









