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Weihnachtsbaum-Transport mit Hindernissen

Nov. 13, 2024

In Nordhessen gab es einen wahren Mammut-Transport: Gut sechs Wochen sind es noch bis Weihnachten, doch Kassel musste länger als geplant auf seinen Weihnachtsbaum warten. Der Grund: Die Tanne war für den geplanten Transport schlichtweg zu groß.
Der Moment, in dem der neue Kasseler Weihnachtsbaum endlich dort steht, wo er hin soll: auf dem Königsplatz in der Kassler Innenstadt. 16 Meter hoch, 3,5 Tonnen schwer und vor allem über 6 Meter breit – zu breit, um die ausufernden Äste für einen normalen Transport zusammenzuschnüren. Weit nach Mitternacht ist der Baum endlich am Ziel, trotz Verzögerung sind alle Beteiligten erleichtert.

Marc Riechmann, Baumpfleger
„War gut, lief reibungslos. In knapp zwei Stunden stand er. Dank der Feuerwehr, die da noch geholfen haben und den Einsatz mit begleitet haben.“

Ein erster Transportversuch scheitert vergangenes Wochenende, am späten Dienstagabend liegt dann eine Sondergenehmigung vor. Mit vier Begleitfahrzeugen im Gefolge kann die nächtliche Reise losgehen, rund 45 Kilometer Fahrt von Borken im Schwalm-Eder-Kreis bis nach Kassel. Eine Fahrt, die gar nicht so selbstverständlich ist.

Oliver Braun, Kassel Marketing GmbH
„Also normalerweise ist es immer sehr schwierig, sowas nochmal auf die letzte Sekunde zu bekommen. Aber wir hatten Gott sei dank durch die Behörden und auch die Ämter gute Unterstützung. Und das haben wir dann in den letzten zwei Tagen alles hinbekommen, dass auch die Genehmigungen ausgestellt wurden und wir dann fahren durften.“

Endlich am Ziel angekommen, müssen erst noch ein paar Äste dran glauben. Dann folgt der schwierigste Teil, die 33 Jahre alte Tanne aufzurichten. Noch den Baumstamm etwas in Form schneiden, dann passt die Douglasie endlich an ihren neuen Platz. Durchatmen bei allen Beteiligten.

Oliver Braun, Kassel Marketing GmbH
„Jetzt sind wir gerade fertig geworden mit dem Aufbau. Das heißt, anderthalb Stunden haben wir jetzt nochmal gebraucht. Aber der Baum steht jetzt fest drin, gerade. Und wir sind sehr glücklich darüber.“

Der Baum hört übrigens auf den Namen „Ludwig Emil“, benannt nach einem Bruder der berühmten Märchenerzähler, den Gebrüdern Grimm. Auf dem Kasseler Märchenweihnachtsmarkt haben solche Namen Tradition, vergangenes Jahr hieß der Baum „Lotte“ nach der Schwester der Grimms. Nun muss der neue Riese nur noch geschmückt werden. Am 25. November wird der Weihnachtsmarkt eröffnet.