Wasserstoffzüge fahren nicht
„Klimaneutrale Mobilität wird jetzt Realität in Deutschland“. Mit diesen Worten hat Bundesverkehrsminister Volker Wissing 2022 den Startschuss für das neue Taunusnetz gegeben. Dort sollte die weltweit größte Flotte an Wasserstoff-Zügen den Quantensprung in eine emissionsfreie Mobilität bringen, doch jetzt, nur knapp zwei Jahre später stehen die Betreiber vor einem Scherbenhaufen. Denn klimaneutral sind die neuen Züge zwar, doch es hapert erheblich an der Mobilität.
Nichts geht mehr am Usinger Bahnhof. Mal wieder. Die Wasserstoffzüge sind defekt und die Gleise bleiben leer. Die genervten Pendler müssen auf den Ersatzbus warten. Die Gemütslage ist dementsprechend…
Anette Erdmann, aus Wernborn:
„Ja beschissen. Man zahlt 50 Euro für das Deutschland-Ticket, aber irgendwie funktioniert gar nichts. Wenn mein Bus Verspätung hat, dann verpasst man auch den Schienenersatzverkehr und dann steht man hier wieder.“
Rahmatullah Nasimi, aus Usingen:
„Das ist eine absolute Katastrophe. Und das ist nicht nur einen Monat so, das ist zwei Monate, drei Monate, das ist seit Jahren.“
Evelyn Pauls, aus Usingen:
„Ist halt auch nervig, wenn die Bahn die ganze Zeit nicht kommt und man dann halt auf die Arbeit muss und dann einfach nicht hinkommt und dauerhaft zu spät kommt. Das war bei mir der Fall letzte Woche kam ich dauerhaft zu spät.“
Das Problem: Die Brennzellen, mit denen die 27 Wasserstoffzüge betrieben werden, fallen immer wieder aus. Manche Züge stehen häufiger in der Werkstatt, als an einem Bahnsteig. Der Hersteller der Züge, die französische Firma Alstom, hatte die vollständige Zug-Flotte erst mit einem Jahr Verspätung zur Verfügung gestellt. Nun musste man wegen der vielen Defekten Züge auf einen Notbetrieb umstellen. Alstom verweist auf eine Ersatzteil-Knappheit. Ein Argument, das Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises nicht gelten lassen will.
Ulrich Krebs, CDU, Landrat Hochtaunuskreis & Vorstandsmitglied RMV:
„Die Option der Vertragskündigung liegt auf dem Tisch. Das ist ein Punkt, der intensiv geprüft werden muss. Und wenn die Züge nicht verlässlich fahren, erwarte ich auch von der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsbundes, dass wir uns um Alternativen bemühen und das sind dann eben wieder Dieselzüge.“
Der RMV selbst sieht die Verantwortung beim Hersteller und pocht auf dessen Pflicht, betriebsbereite Züge zur Verfügung zu stellen. Man habe bei der Anschaffung der Züge auf die gute Reputation von Alstom vertraut.
Andre Kavai, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsbund:
„Die Wunschvorstellung wäre natürlich, dass wir jetzt so schnell wie möglich – das ist der dringende, auch erneute und mehrfach geäußerte Apell in jede Richtung – dass wir eine stabile Fahrzeugverfügbarkeit sicherstellen können. Und wenn das nicht der Fall ist, dann brauchen wir ein tragfähiges Ersatzkonzept. Am Ende müssen die Fahrgäste sich wieder auf die Leistung verlassen können“
Heißt im Klartext: entweder bekommt Alstom das Problem zeitnah in den Griff oder im Taunus rollen bald wieder Dieselloks über die Schienen. Der Traum von der Mobilität der Zukunft, hier im Taunus scheint er vorerst geplatzt zu sein.
Nichts geht mehr am Usinger Bahnhof. Mal wieder. Die Wasserstoffzüge sind defekt und die Gleise bleiben leer. Die genervten Pendler müssen auf den Ersatzbus warten. Die Gemütslage ist dementsprechend…
Anette Erdmann, aus Wernborn:
„Ja beschissen. Man zahlt 50 Euro für das Deutschland-Ticket, aber irgendwie funktioniert gar nichts. Wenn mein Bus Verspätung hat, dann verpasst man auch den Schienenersatzverkehr und dann steht man hier wieder.“
Rahmatullah Nasimi, aus Usingen:
„Das ist eine absolute Katastrophe. Und das ist nicht nur einen Monat so, das ist zwei Monate, drei Monate, das ist seit Jahren.“
Evelyn Pauls, aus Usingen:
„Ist halt auch nervig, wenn die Bahn die ganze Zeit nicht kommt und man dann halt auf die Arbeit muss und dann einfach nicht hinkommt und dauerhaft zu spät kommt. Das war bei mir der Fall letzte Woche kam ich dauerhaft zu spät.“
Das Problem: Die Brennzellen, mit denen die 27 Wasserstoffzüge betrieben werden, fallen immer wieder aus. Manche Züge stehen häufiger in der Werkstatt, als an einem Bahnsteig. Der Hersteller der Züge, die französische Firma Alstom, hatte die vollständige Zug-Flotte erst mit einem Jahr Verspätung zur Verfügung gestellt. Nun musste man wegen der vielen Defekten Züge auf einen Notbetrieb umstellen. Alstom verweist auf eine Ersatzteil-Knappheit. Ein Argument, das Ulrich Krebs, Landrat des Hochtaunuskreises nicht gelten lassen will.
Ulrich Krebs, CDU, Landrat Hochtaunuskreis & Vorstandsmitglied RMV:
„Die Option der Vertragskündigung liegt auf dem Tisch. Das ist ein Punkt, der intensiv geprüft werden muss. Und wenn die Züge nicht verlässlich fahren, erwarte ich auch von der Geschäftsführung des Rhein-Main-Verkehrsbundes, dass wir uns um Alternativen bemühen und das sind dann eben wieder Dieselzüge.“
Der RMV selbst sieht die Verantwortung beim Hersteller und pocht auf dessen Pflicht, betriebsbereite Züge zur Verfügung zu stellen. Man habe bei der Anschaffung der Züge auf die gute Reputation von Alstom vertraut.
Andre Kavai, Geschäftsführer Rhein-Main-Verkehrsbund:
„Die Wunschvorstellung wäre natürlich, dass wir jetzt so schnell wie möglich – das ist der dringende, auch erneute und mehrfach geäußerte Apell in jede Richtung – dass wir eine stabile Fahrzeugverfügbarkeit sicherstellen können. Und wenn das nicht der Fall ist, dann brauchen wir ein tragfähiges Ersatzkonzept. Am Ende müssen die Fahrgäste sich wieder auf die Leistung verlassen können“
Heißt im Klartext: entweder bekommt Alstom das Problem zeitnah in den Griff oder im Taunus rollen bald wieder Dieselloks über die Schienen. Der Traum von der Mobilität der Zukunft, hier im Taunus scheint er vorerst geplatzt zu sein.









