Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Digitalministerin besucht ESA und Fraport

Aug. 13, 2024

Sommerzeit ist Reisezeit – auch in der Politik. Für die Politiker heisst das aber nicht Urlaub, sondern Termine, Termine, Termine. Quer durchs Land informieren sie sich und holen sich Inspiration für die politische Arbeit. Auch die hessische Digitalministerin Kristina Sinemus hat die Reisekoffer gepackt und heute Orte in Hessen besucht, die für Wirtschaftswachstum und Innovation stehen.
Reiseziel: unendliche Weiten. Oder etwas näher, nämlich in Darmstadt: das Europäische Raumflugkontrollzentrum. Das steuert derzeit fast 30 Satelliten, darunter „Juice“, die erste europäische Mission zum Jupiter. Geplante Ankunftszeit: im Jahr 2031.
Wann wo was ankommt, auch das hat die ESA im Blick, nämlich wenn‘s um gefährliche Asteroiden mit Kurs Richtung Erde oder Weltraumschrott geht. Davor soll zukünftig KI schützen.

Rolf Densing, Direktor Missionsbetrieb ESA/ESOC
„Wir haben begrenzte Kapazitäten und alles, was Künstliche Intelligenz machen kann, das kann man den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen abnehmen, beispielsweise Kollisionswarnungen. Das bindet Arbeitskraft, wo auch die Maschine aktiv werden kann. Das kreative Potenzial unsere Mitarbeiter können wir sicherlich besser einsetzen.“

Die hessische Digitalministerin zeigt sich beeindruckt und betont, wie wichtig Weltraumdaten für Innovationen und die Industrie seien. Und sieht wenig später auch, welche Rolle
Künstliche Intelligenz am Frankfurter Flughafen spielt.
„LAURA“ und „IDA“ heißen hier die KI-Systeme, von denen letztere für einen effizienten Einsatz des Bodenpersonals sorgt. IDA sagt voraus, wie lange die Abfertigung eines Flugzeugs dauert und plant dann das benötigte Personal automatisch ein.

Kristina Sinemus (CDU), Digitalministerin Hessen
„Das ist die IDA. Und dann hat die LAURA mir erklärt, wie ich mithilfe von KI Verspätungen entweder ganz verhindern kann oder zumindest die Prozesse optimieren kann. Auch das geht mithilfe von KI, insofern: ich bin beeindruckt.“

Der Flughafenbetreiber Fraport hat inzwischen eine eigene Einheit, die sich ausschließlich mit dem Thema KI beschäftigt.

Stefan Schulte, Vorstandsvorsitzender Fraport AG
„Für das Unternehmen ist vor allen Dingen der Vorteil in diesem schwierigeren Arbeitsmarkt, dass wir die Prozesse, wo wir etwas digitalisieren können, auch tatsächlich digitalisieren, denn wir werden das Geschäft nicht mehr so in 20 Jahren machen können, wie wir es vor 20 Jahren gemacht haben. Es geht also einfach um eine Entlastung der Mitarbeiter, um eine bessere Disposition, damit sie zum Beispiel auch frühzeitiger wissen, wann heute Feierabend ist und nicht bis zum letzten Moment warten müssen.“

Bis zum letzten Moment warten, das wollen auch ESA und Fraport nicht. Zwei hessische Bespiele dafür, die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen.