Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Vor-Tour der Hoffnung gestartet

Juli 19, 2024

An diesem Wochenende wird wieder fleißig in die Pedale getreten und das für den guten Zweck. Die 27. Vor-Tour der Hoffnung ist unterwegs, eine über die Jahre immer größer gewordene Spenden-Radtour, an der Prominente aus Politik, Wirtschaft, Sport und Fernsehen teilnehmen. Zum Auftakt ging es heute Richtung Mosel.
 
Strampeln, strahlen, spenden – 120 Sportbegeisterte haben sich aufgemacht, um Geld für krebskranke und hilfsbedürftige Kinder zu sammeln. Rund 270 Kilometer legen sie an drei Tagen zurück. Manch einer wechselt für die Vor-Tour sogar die Sportart.
Markus Merk, ehemaliger Fußball-Schiedsrichter: „Wenn man nicht so der Radfahrer ist, ich bin der Ultra-Trail-Läufer, mit Langdistanzen weit über 100 Kilometer – und wenn man dann nur selten Rad fährt, dann gibt’s bestimmte Körperteile, die dann schon strapaziert sind.“
Norbert Schramm, ehemaliger Eiskunstläufer: „Ich versuch natürlich auch ne gute Figur hier abzugeben und ich glaub das steht mir auch ganz gut hier, dieses Trikot.“
In diesem Jahr führt die Tour durch den Hunsrück. Nach dem Start heute Morgen in Simmern ist Zell an der Mosel der erste Zwischenhalt für die Radler. An allen Stopps gibt es ein buntes Unterhaltungsprogramm und, das Wichtigste, Spendenübergaben. Im vergangenen Jahr kamen über 600.000 Euro zusammen und das ist auch dieses Jahr das Ziel. Nach dem Zwischenhalt in Zell sind schon wieder rund 130.000 Euro zusammengekommen. Geld, das die Familien krebskranker Kinder gut gebrauchen können.
Bernhard Sommer, 1. Vorsitzender „Vor-Tour der Hoffnung“: „Wenn die Kinder, die krebserkrankten Kinder im Krankenhaus sind, dann müssen die Eltern irgendwo wohnen. Die müssen psychisch betreut werden teilweise. Da sind Geschwisterkinder, die sagen: ‚Ja, warum haben meine Eltern mich nicht mehr lieb? Warum kümmern die sich nur noch um mein Geschwisterkind, das erkrankte Kind?‘ Die verstehen das nicht immer. Und da gibt es ganz viele Einrichtungen, die da Hilfe leisten und genau das unterstützen wir.“
Alles Gute kommt von oben, mittags beim Halt in Traben-Trarbach. Der ehemalige Reckturner Eberhard Gienger und Fallschirm-Weltmeister Klaus Renz gleiten über die Mosel. Uuuuuuund… Punktlandung.
Klaus Renz, ehemaliger Fallschirmsprung-Weltmeister: „Es ist hier richtig schön über der Mosel zu fliegen. Traben-Trarbach, die Leute, die Vor-Tour der Hoffnung. Ein toller Sprung.“
Bis Sonntag wird weiter geradelt und hoffentlich auch gespendet. Morgen steht eine anspruchsvolle Etappe Richtung Nahe auf dem Programm. 76 Kilometer lang, mit 1200 Höhenmetern. Das Ziel am Sonntag liegt dann, wie schon der Start, in Simmern. Die Vor-Tour der Hoffnung, eine in jeder Hinsicht runde Sache.