Hessischer Integrationsmonitor vorgestellt
376 Seiten ist er dick, der aktuelle Bericht zum hessischen Integrationsmonitor. Er zeigt, dass sich die Zuwanderung nach Hessen weiterhin auf sehr hohem Niveau bewegt. In Hessen leben derzeit 2,4 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund – das heißt sie selbst oder mindestens ein Elternteil ist zugewandert. Damit machen Migranten 38 Prozent der hessischen Gesamtbevölkerung aus.
Die hessische Sozialministerin stellt heute fest, dass Integration insgesamt gut gelinge, dass es aber weiterhin einige Baustellen gebe. So nimmt beispielsweise der Anteil der Kinder in Kitas zu, deren Muttersprache nicht Deutsch ist. Mehr als ein Drittel sind es derzeit.
Heike Hofmann (SPD), Integrationsministerin Hessen
„Wir müssen dafür sorgen, dass auch Kinder frühestmöglich auch dann die deutsche Sprache erlernen – in der Kita. Etwa über die Sprachkita. Das ist ein Programm, was wir fördern, indem wir in den Kitas mit Erzieherinnen und Erziehern ganz konkret beim Thema Spracherwerb ansetzen und dafür sorgen, dass Kinder, die noch nicht die deutsche Sprache können, dann auch schnellstmöglich in der Kita lernen.“
Und auch die Teilhabe am Arbeitsmarkt gestaltet sich für Migranten schwierig. Die Arbeitslosenquote liegt hier um ein vielfaches höher als bei Menschen ohne Migrationshintergrund.
Das gilt auch für die Gruppe an Ukrainern – zum großen Teil Frauen, obwohl Ukrainer tendenziell mit einer höheren Qualifizierung nach Hessen kommen.
Heike Hofmann (SPD), Integrationsministerin Hessen
„Wir müssen da ein Maßnahmenbündel aufsetzen, damit wir Menschen schneller in Arbeit bringen. Auch gerade Geflüchtete. Etwa bei der schnelleren Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, auch Anerkennung von Teilqualifikationen. Wir müssen dafür sorgen, dass der Spracherwerb schneller gelingt aber auch dass die deutsche Sprache etwa berufsbegleitend gelernt wird, dass Personen schneller in Arbeit sind aber dann parallel dazu den Spracherwerb vertiefen.“
Integration sei eine Daueraufgabe, betont die Sozialministerin. Mit dem neuen Integrationsmonitor könne man nun konkret sehen, wo die Landesregierung noch nachbessern müsse. Denn eins ist sicher: Der Zustrom an Menschen nach Hessen wird so schnell nicht abreißen.









