Künstliche Intelligenz in der Justiz
Der Flughafen Frankfurt verhilft nicht nur jedes Jahr Millionen von Reisenden zu ihrem Urlaub, er beschäftigt auch hunderte von Angestellten in der Frankfurter Justiz. Denn wegen Flugausfällen und Streiks klagten alleine im vergangenen Jahr mehr als 15.000 Menschen gegen Airlines – Verfahren die alle beim Amtsgericht in Frankfurt landen. Um diese Menge an sehr ähnlichen Verfahren schneller zu bearbeiten, setzt das Gericht inzwischen auf eine künstliche Intelligenz. Und auch der neue Justizminister Christian Heinz will in Zukunft voll auf KI setzen.
Ein Chatbot, der alle Daten einer Klage erfasst und dem Klagenden direkt eine Prognose zum Erfolg der Klage generiert. Eine Cloud-basierte Akte, die allen Verfahrensbeteiligten immer und überall zur Verfügung steht. Nur zwei Zukunftsvisionen der ersten Ausgabe vom „Forum KI“ im Hessischen Justizministerium, wie künstliche Intelligenz den Justizsektor zukünftig effizienter machen soll.
Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen:
„Im Moment haben wir auch viele Prozesse, an denen auch gar nicht die Richterinnen und Richter beteiligt sind, sondern auch andere Akteure. Da werden Akten hin und her getragen, Verfügungen geschrieben und umgesetzt und da sind auch viele Schritte, wo ich sagen muss, was meine Versicherung schon lange kann, dass wenn ein Richter ein Häkchen setzt auf seinem Bildschirm, dass dann ein Brief, also eine Ladung an alle Beteiligten rausgeht, das muss in der Justiz auch möglich sein.“
Eine Steigerung der Effizienz ist dringend nötig, denn der Fachkräftemangel hat längst auch die Justiz erreicht. Es fehlen Richter, Staatsanwälte und fast alle juristischen Fachangestellten, während gleichzeitig immer weniger Nachwuchs von den Universitäten kommt.
Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen:
„Jeder Jahrgang der sich in die Rente verabschiedet wird nur noch durch zwei Drittel an jungen Menschen ersetzt. Das heißt, wir werden in der gar nicht so fernen Zukunft weniger Personal wahrscheinlich haben für alle staatlichen Aufgaben, einfach weil weniger nachwachsen. Das heißt wir müssen Aufgaben die automatisierbar sind und die durch Computer geleistet werden können, versuchen auch durch diese erledigen zu lassen, damit die Richterinnen und Richter, aber auch alle anderen, die in der Justiz arbeiten, sich dann den Dingen widmen können, die wirklich durch Menschen noch gemacht werden müssen.“
Einer der die Probleme kennt ist Frank Richter. Er hat das Bearbeitungsprogramm für Klagen von Fluggästen in Frankfurt maßgeblich mitgestaltet und weiß: einen Richter aus Fleisch und Blut muss es auch in Zukunft noch geben, aber:
Frank Richter, Präsident Landgericht Hanau:
„Wir wünschen uns, dass wir mit KI große Schriftsätze besser strukturieren können, dass wir einfach in der Lage sind, das Wichtige schnell zu erkennen und die eigentlichen Rechtsprobleme, also durchsuchen von Akten, strukturieren von Akten und schlicht und ergreifend auch durch Textbausteine durchaus, bei einfachen Fällen, Assistenzsysteme für Richter zu schaffen, dass wir schneller Entscheidungen treffen können.“
Bleibt zu hoffen, dass diese Schritte bei der Digitalisierung der Justiz schneller gegangen werden, als zum Beispiel die Einführung der Elektronischen Akte. Die nämlich wird im Jahr 2026 an deutschen Gerichten verpflichtend – 12 Jahre nach ihrer Ankündigung.
Ein Chatbot, der alle Daten einer Klage erfasst und dem Klagenden direkt eine Prognose zum Erfolg der Klage generiert. Eine Cloud-basierte Akte, die allen Verfahrensbeteiligten immer und überall zur Verfügung steht. Nur zwei Zukunftsvisionen der ersten Ausgabe vom „Forum KI“ im Hessischen Justizministerium, wie künstliche Intelligenz den Justizsektor zukünftig effizienter machen soll.
Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen:
„Im Moment haben wir auch viele Prozesse, an denen auch gar nicht die Richterinnen und Richter beteiligt sind, sondern auch andere Akteure. Da werden Akten hin und her getragen, Verfügungen geschrieben und umgesetzt und da sind auch viele Schritte, wo ich sagen muss, was meine Versicherung schon lange kann, dass wenn ein Richter ein Häkchen setzt auf seinem Bildschirm, dass dann ein Brief, also eine Ladung an alle Beteiligten rausgeht, das muss in der Justiz auch möglich sein.“
Eine Steigerung der Effizienz ist dringend nötig, denn der Fachkräftemangel hat längst auch die Justiz erreicht. Es fehlen Richter, Staatsanwälte und fast alle juristischen Fachangestellten, während gleichzeitig immer weniger Nachwuchs von den Universitäten kommt.
Christian Heinz, CDU, Justizminister Hessen:
„Jeder Jahrgang der sich in die Rente verabschiedet wird nur noch durch zwei Drittel an jungen Menschen ersetzt. Das heißt, wir werden in der gar nicht so fernen Zukunft weniger Personal wahrscheinlich haben für alle staatlichen Aufgaben, einfach weil weniger nachwachsen. Das heißt wir müssen Aufgaben die automatisierbar sind und die durch Computer geleistet werden können, versuchen auch durch diese erledigen zu lassen, damit die Richterinnen und Richter, aber auch alle anderen, die in der Justiz arbeiten, sich dann den Dingen widmen können, die wirklich durch Menschen noch gemacht werden müssen.“
Einer der die Probleme kennt ist Frank Richter. Er hat das Bearbeitungsprogramm für Klagen von Fluggästen in Frankfurt maßgeblich mitgestaltet und weiß: einen Richter aus Fleisch und Blut muss es auch in Zukunft noch geben, aber:
Frank Richter, Präsident Landgericht Hanau:
„Wir wünschen uns, dass wir mit KI große Schriftsätze besser strukturieren können, dass wir einfach in der Lage sind, das Wichtige schnell zu erkennen und die eigentlichen Rechtsprobleme, also durchsuchen von Akten, strukturieren von Akten und schlicht und ergreifend auch durch Textbausteine durchaus, bei einfachen Fällen, Assistenzsysteme für Richter zu schaffen, dass wir schneller Entscheidungen treffen können.“
Bleibt zu hoffen, dass diese Schritte bei der Digitalisierung der Justiz schneller gegangen werden, als zum Beispiel die Einführung der Elektronischen Akte. Die nämlich wird im Jahr 2026 an deutschen Gerichten verpflichtend – 12 Jahre nach ihrer Ankündigung.









