Rotes Kreuz ist bereit für die EM
Für Zehra Harizanova kann die Fußball-Europameisterschaft jetzt gerne losgehen: Eigentlich ist sie zahnmedizinische Fachangestellte. Setzt sich aber ehrenamtlich für das Deutsche Rote Kreuz ein. Vor allem bei Großevents wie Konzerten oder Fußballspielen – und nun eben bei der EM.
Zehra Harizanova, ehrenamtliche Mitarbeiterin DRK: „Ich möchte mich engagieren. Beziehungsweise der Gesellschaft etwas Gutes tun. Und ich weiß ganz genau, dass viele Veranstaltungen ohne das Ehrenamt nicht funktionieren.“
Zehra Harizanova ist eine von insgesamt rund 1000 hessischen DRK-Kräften, die in den kommenden Wochen in den Stadien in Frankfurt und Dortmund sowie an den Fanmeilen zum Einsatz kommen. Marco Schmitz ist für die Koordinierung der Hilfskräfte im Frankfurter Stadion zuständig.
Marco Schmitz, Kreisbereitschaftsleiter DRK Frankfurt: „Das Stadion ist sehr engmaschig mit Sanitätern besetzt. Das heißt, im besten Fall sieht eigentlich jeder Besucher irgendwo einen Sanitäter stehen. Innerhalb von zwei Minuten maximal ist ein Notarzt da. Also, ein UEFA-Delegate hat mal gesagt: Wenn man krank wird, dann bitte in diesem Stadion. Weil da sind alle schnell vor Ort.“
Schwerere Verletzungen oder gar lebensbedrohliche Situationen wie Herzinfarkte seien aber zum Glück eher die Ausnahme – meistens kämen die Sanitäter bei kleinerer Blessuren wie Schnittverletzungen, Kreislaufproblemen oder bei zu viel Alkohol zum Einsatz. Doch sie machen es gerne – gerade bei einem so besonderen Event wie der Fußball-Europameisterschaft im eigenen Land.
Zehra Harizanova, ehrenamtliche Mitarbeiterin DRK: „Ich bin zwar noch jung und hoffe, dass ich das nochmal erleben darf. Aber man freut sich auf jeden Fall darauf.“
Vielleicht auch, weil das Rote Kreuz bei der Fußball-Europameisterschaft von einer insgesamt fröhlichen und friedlichen Atmosphäre ausgeht – anders als bei so manch einem Bundesliga-Spiel, wo die Rettungskräfte schon eher mit Anfeindungen oder gar Übergriffen rechnen müssten.









