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Aufwändige Sandskulpturen in Neuwied

Mai 3, 2024

Am Neuwieder Rheinufer erwecken zurzeit einzigartige Kunstwerke viel Aufmerksamkeit. Seit über einer Woche arbeiten Künstler dort an großen Sandskulpturen – mit insgesamt 50 Tonnen Sand. Wir haben sie beim Bauen mit der Kamera begleitet.
Hier etwas vom Ohr ab – und da noch ein Detail. In mühseligster Kleinstarbeit entstehen in Neuwied einzigartige Sandskulpturen. Benno Lindel baut solche Kunstwerke schon seit über 25 Jahren und nutzt nur Wasser und Sand.

Benno Lindel, Sandkünstler
„Den Sand macht aus, dass er sehr fein ist. Null bis ein Millimeter. Das ist im Prinzip eine Sandqualität, mit der man Sanduhren füttert. Ich kann hier sogar tiefe Schnitte machen, ohne dass er in irgendeiner Art und Weise zusammenbricht.“

Das ist die größte Skulptur – aus 20 Tonnen Sand entsteht hier ein 2,20 Meter hohes und vier Meter breites Kunstwerk. Darin abgebildet: Attraktionen der Stadt. Zum Beispiel der Pegelturm und die Raiffeisenbrücke. Friedrich Wilhelm Raiffeisen – eine prägende Figur für Neuwied – bekommt sogar ein eigenes Abbild. Viele Details, auf die drei internationalen Künstler achten müssen.

Jan Zelinko,vSandkünstler aus Tschechien
„Es ist nicht einfach, weil es sehr repetitiv ist. Also du brauchst die ganze Zeit eine ruhige Hand. Es sieht nicht nach dem härtesten Job aus, aber für mich ist das der härteste Teil.“

Die Sandkünstler haben zeitweise sogar den Weltrekord für die höchste Sandburg gehalten: über 16 Meter hoch. Mit den Sandskulpturen hier in Neuwied will der Oberbürgermeister die Innenstadt beleben.

Jan Einig (CDU), Oberbürgermeister Neuwied
„Da gehört einfach auch dazu, dass wir heute andere Wege gehen müssen, um die Menschen auch in die Innenstadt zu locken. Das ist eben nicht nur das reine Einkaufsverhalten, was die Leute in die Innenstädte holt, sondern man braucht tatsächlich ein bisschen Erlebnis.“

Zäune sollen die Skulpturen vor Vandalismus schützen, denn die Bauten sollen so lange wie möglich halten: bis zu sechs Monate bei optimalen Bedingungen. Eine vergängliche Kunst.

Benno Lindel, Sandkünstler
„Das ist ja das Tolle daran, das vergängliche Kunst halt irgendwann kaputtgeht und dann ist sie weg und dann machen wir’s neu und das ist schön. Eine neue Herausforderung, neues Glück.“

Die Sandskulpturen sind heute fertig geworden und können direkt auf der Deichpromenade bestaunt werden.