„Umsonstladen“ in Frankfurt
Tassen, Schlittschuhe, eine Tastatur – das alles gibt es hier. Völlig umsonst. Für Studentin Romy und ihre Freundin Jasmin ist die neu eröffnete Teilerei eine ideale Möglichkeit, Sachen für ihre WG zu besorgen, ohne aufs Geld zu achten.
Romy, Studentin
„Ich finde einige Sachen ziemlich cool, weil ich mag auch gerne so Secondhand-Sachen oder so und ich find’s nice, dass es in Frankfurt jetzt auch einen Laden gibt, der dauerhaft ist, weil soweit ich weiß, ist das der erste.“
Am Tresen hat sich währenddessen eine Schlange gebildet. Nicht, weil die Kunden bezahlen möchten, sondern um ihre aussortierten Sachen abzugeben. Das ist das Konzept der Teilerei, das sich Gründer Finn Volpert mit einer Freundin überlegt hat.
Finn Volpert, Gründer „Teilerei“
„Wir haben das Gefühl, dass wir mit so einem Umsonstladen halt dieses Potenzial richtig gut aufgreifen können und hier den Gegenständen so ein richtig gutes Zuhause geben können, wo sie nochmal eine zweite Chance bekommen und wo halt auch dann Menschen, die zu viel haben auch abgeben können und Menschen, die vielleicht Sachen brauchen, mitnehmen können.“
Finn und sein Team kommen mit dem Einräumen kaum hinterher. Inzwischen müssen sie sogar beschränken, wie viel abgegeben werden darf. Für Bücher gibt es zum Beispiel gerade einen Annahmestop. Sonst hat die Teilerei keine Vorgaben, solange alles in gutem Zustand ist. Das nehmen die Kunden gerne an.
Karin
„Ich wollte mich mal hier umgucken in diesem tollen Laden. Und wir haben auch genug Sachen bei uns zuhause und bevor die weggeschmissen werden, will ich mal gucken, was die hier annehmen und dann würde ich es gerne hierher bringen.“
Michele
„Wir haben ein paar Teile zuhause gefunden, die man einfach loswerden kann und ich glaube, die sind noch gut in Schuss. Wir brauchen sie nicht mehr und deswegen ist es glaube ich was Gutes.“
Barbara
„Das ist unglaublich, das ist toll. Warum? Weil das die Leute sicherlich auch animiert oder die Menschen, nicht wegzuschmeißen, sondern wenn das gut erhalten ist, hier abzugeben. Man kann hier geben und nehmen. Tolle Idee.“
Auch wenn alle Mitarbeiter ehrenamtlich im Laden helfen, Miete und Verwaltungskosten fallen trotzdem an. Deshalb fördern eine Stiftung und der Frankfurter Entsorgungsservice die Teilerei. Momentan läuft noch die sechsmonatige Testphase.
Finn Volpert, Gründer „Teilerei“
„Jetzt nach zwei Wochen, wo wir jetzt geöffnet haben, sind wir uns eigentlich jetzt schon hundertprozentig sicher, dass das auch positiv weitergehen wird, weil die Menschen uns hier wirklich die Bude einrennen. Also hier bilden sich in den Öffnungszeiten Schlangen, hier sind immer mindestens 20 Leute im Raum gerade, der Laden tauscht sich von den Gegenständen vier bis fünf Mal irgendwie während der Öffnungszeit aus, also das ist schon echt beeindruckend und deswegen denken wir, werden alle ein Interesse haben, dass dieser Laden auch noch weiter besteht.“
So sehen das auch die Kunden, die sich über ihre Ausbeute freuen.
Karin
„Und was gefunden. Zwei schöne Tassen.“
Und auch Romy ist fündig geworden.
Romy, Studentin
„Wir haben was für unsere Studentenküche mitgenommen. Einmal ein bisschen Geschirr und ein Kochbuch. Ich fand’s sehr cool. Ich fand die Atmosphäre sehr entspannt und fand’s sehr ungewohnt, dass man einfach rausgehen kann und was mitnehmen kann, aber sehr schön.“
Romy will auf jeden Fall wieder kommen. Vielleicht um etwas abzugeben, vielleicht um etwas mitzunehmen.









