„Hiwwe wie driwwe“ – Zweiter Teil des Pfälzer Dokumentarfilms
Filmausschnitt „Hiwwe wie Driwwe zwää“, Sprichwörter auf Pennsylvanisch-Deutsch
Da versteht auch ein waschechter Pfälzer nur noch Bahnhof. „Pennsilfaanisch Deitsch“ heißt die Sprache, die hier in Pennsylvania und Ohio noch von rund einer halben Million Menschen gesprochen wird. Eine Art Mischung aus Pfälzisch und Englisch. So kommt der Pfälzer Mundartsänger Monji nicht nur in den Genuss von Nachhilfeunterricht, sondern auch von Saumagen und Wein – auf amerikanische Art. Sogar den Pfälzer „Nationalvogel“, die fantastische Elwetritsch, soll es hier geben.
Filmausschnitt „Hiwwe wie Driwwe zwää“, Elwetritsch
Mit viel Humor und einem Klapprad im Gepäck geht es drei Wochen lang durch die USA. Herausgekommen ist ein pfälzisches Roadmovie. Das Ergebnis ist nun im Kino zu sehen – das so mancher Zuschauer schon mal auf dem Klapprad ansteuert. In Kaiserslautern kommt der Streifen an diesem Abend jedenfalls richtig gut an.
Cornelius Molitor aus Kaiserslautern
„Ich war schon im ersten Teil drin, war begeistert. Bin jetzt doppelt begeistert. Und es geht schon wieder los – Gänsehaut und Tränen.“
Sabine Hübner aus Krickenbach
„Spannend fand ich den Gründonnerstag, den Belzenickel, fand ich sehr spannend. Ich finde, da sind ganz viele geschichtliche Sachen, die vermittelt wurden. Ja, ich finde, das war wie die Maus. Auf Pälzisch halt.“
Gabriele Ewald aus Dahn
„Wenn man Pälzer ist, ist das ein Muss. Und für die, die keine Pälzer sind, die können noch was lernen.“
Auch die Filmemacher sind gekommen, um ihren Film vorzustellen, mit dem Publikum ins Gespräch zu kommen – und Brücken zu schlagen, zwischen „Hiwwe“ und „Driwwe“.
Monji El Beji, Protagonist „Hiwwe wie Driwwe zwää“
„Wenn man da wirklich auch Pälzisch babbelt, dann ist das wie ein Türöffner. Und die Leute begegnen einem wirklich auch herzlich. Und du wirst sofort angenommen. Und eigentlich denkst du gar nicht, dass du fort bist. Du bist eigentlich so weit weg – und bist doch irgendwie daheim.“
Benjamin Wagener, Regisseur und Produzent „Hiwwe wie Driwwe zwää“
„Es sind auch Pfälzer auf ihre Art und Weise. Und es ist einfach schön, wenn man sich dann halt so nach 300 Jahren wieder trifft. Und wenn dann halt einfach so ein Austausch und halt irgendwie was Dauerhaftes entsteht dadurch. Das hoffe ich.“
Pälzisch babbeln – oder doch Pennsilfaanisch schwätzen? Im Zweifel einfach zusammen singen! Bei allen Gemeinsamkeiten und Unterschieden erzählt der Film vor allem von der Verbundenheit, die über alle Grenzen hinweg geblieben ist.
Talk Eva Dieterle mit Monji El Beji und Benjamin Wagener









