Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Spendengala für die Ukraine

Apr. 15, 2024

Seit mehr als zwei Jahren herrscht nun schon Krieg in der Ukraine. Doch längst ist unsere Aufmerksamkeit für das Leid dort nicht mehr so groß wie noch zu Beginn. Solidarität und Unterstützung sind weiterhin da – das ist die Botschaft, die gestern die Teilnehmer einer Benefiz-Gala im Mainzer Staatstheater gesendet haben.
„Vilna“ – ukrainisch für „frei“. Ein Lied über Ängste, die hinter einem liegen. Hunderte Menschen treffen sich im fast ausverkauften Mainzer Staatstheater zur Benefizgala. Organisiert von Kabarettist Lars Reichow, unter dem Motto: „Mainz versteht die Ukraine – und hilft weiter“.

Lars Reichow, Initiator Benefizgala
„… weil viele sich überlegen: ‚Och, das Land – dann sollen sie es doch den Russen überlassen.‘ Davon halte ich nicht viel und die Ukrainerinnen und Ukrainer noch viel weniger. Also, wenn es einen Sinn gibt, sich politisch zu engagieren im Moment und als Kabarettist sage ich das jetzt auch mal, dann ist es, in diesem Moment nicht nachzulassen und die Unterstützung zu verstärken noch und noch einen draufzusetzen, wo es möglich ist.“

Unterstützung und Solidarität. Das Programm soll den Menschen in und aus der Ukraine Mut machen.

Vadim Kostiuk, Generalkonsul der Ukraine in Frankfurt
„Wir brauchen viel, viel mehr solcher Abende in kleineren und größeren Städten. Das bewirkt vieles. Das lenkt die Aufmerksamkeit auf den russischen Krieg in der Ukraine. Das lenkt mehr Mitgefühl, das lenkt auch mehr Unterstützung.“

Und es bringt Spenden, von denen zum Beispiel schon Medikamente und Hilfsgüter für die Menschen in der Ukraine finanziert wurden. Bei der ersten Benefizgala im vergangenen November sind 70.000 Euro an Spenden für den Ukrainischen Verein Mainz zusammengekommen.

Maryana Boyko-Kempski, Ukrainischer Verein Mainz
„Und das haben wir fast komplett ausgegeben. Es gibt noch zwei Projekte, die noch im Laufen sind. Und was jetzt kommt, wir hoffen genauso viel. Und dann können wir Unterstützung für unser Land gewährleisten.“

Mit dem Geld des gestrigen Abends sollen unter anderem Stromgeneratoren und Notfallmedizin gekauft werden. Doch neben der finanziellen Unterstützung ist es vor allem eine Botschaft, die die Menschen in der Ukraine erreichen soll: Deutschland hat auch nach über zwei Jahren Krieg ein wachsames Auge auf die Ukraine.