Bildungsministerin besucht Realschule plus in Lahnstein
Schon seit über zehn Jahren gibt es in Rheinland Pfalz die Realschule Plus. Jedoch ist der Zusammenschluss aus Haupt und Realschule noch unbekannt und unbeliebt. Eltern schicken ihre Kinder eher aufs Gymnasium. Doch die Schulform hat viel zu bieten, wie ein Beispiel aus Lahnstein zeigt.
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Was bewegt Menschen in Sekten einzutreten. Darüber diskutiert heute die neunte Klasse an der Realschule Plus. Und das auf besondere Art und Weise. Statt Frontalunterricht erarbeiten sich die Schüler die Inhalte selbst, Klassenarbeiten sind so gut wie abgeschafft und Bücher gibt es auch keine mehr. Der Schüler steht im Mittelpunkt. Er soll in Gruppen lernen und individuell gefördert werden. Auch Sport und Musik spielen eine wichtige Rolle im Schulalltag der Kinder.
Norbert Hißnauer, Schulleiter Realschule Plus Lahnstein: Weil wir der festen Überzeugung sind, wenn Kinder musizieren, in Gruppen zusammen arbeiten, auf der Bühne auch stehen. Dass das sehr viel soziales Miteinander mit sich bringt. Identifikation mit der Schule beziehungsweise auch das Lernen wesentlich verbessert.
Praktisches Arbeiten steht im Vordergrund. Schulleiter Norbert Hißnauer hat das Konzept ausgearbeitet. Von stumpfem Auswendiglernen für eine Klassenarbeit hält er wenig. Denn danach wüssten die Schüler nicht mehr, was sie gelernt haben. So ist die Realschule Plus in Lahnstein auch eine Schule der Zukunft. Ein Projekt der Landesregierung, das den Schulen mehr Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung gibt.
Norbert Hißnauer, Schulleiter Realschule Plus Lahnstein: Die brauchen Tugenden, dass sie gerne kommen, dass sie pünktlich kommen, dass sie offen sich mit anderen zusammen zu arbeiten, dass sie wissen, wie sie sich Informationen beschaffen, Teamfähig sind. Und diese Dinge sind viel wichtiger als irgendwelche Inhalte, die da abverlangt werden. Natürlich Basiswissen ganz klar. Das man einigermaßen rechnen und schreiben kann und lesen kann und Berichte schreiben kann. Das sind Selbstverständlichkeiten.
Um für solche Schulkonzepte zu werben, besucht die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig diese Woche mehrere Realschulen Plus im Land.
Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz: Wir brauchen dringend in Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland Fachkräfte. Und wir brauchen auch viele Menschen, die eine Ausbildung machen. Und die Realschulen Plus sind so ein bisschen die Trainingslager für die Fachkräfte von morgen. Denn sie lernen viel praktisches, sie gehen viel in Betriebe. Sie haben schon früh Berufsorientierung und sie sehen wo ihre Stärken sind und dadurch gehen viele Kinder, viele Jugendlich dann in eine Ausbildung.
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Was bewegt Menschen in Sekten einzutreten. Darüber diskutiert heute die neunte Klasse an der Realschule Plus. Und das auf besondere Art und Weise. Statt Frontalunterricht erarbeiten sich die Schüler die Inhalte selbst, Klassenarbeiten sind so gut wie abgeschafft und Bücher gibt es auch keine mehr. Der Schüler steht im Mittelpunkt. Er soll in Gruppen lernen und individuell gefördert werden. Auch Sport und Musik spielen eine wichtige Rolle im Schulalltag der Kinder.
Norbert Hißnauer, Schulleiter Realschule Plus Lahnstein: Weil wir der festen Überzeugung sind, wenn Kinder musizieren, in Gruppen zusammen arbeiten, auf der Bühne auch stehen. Dass das sehr viel soziales Miteinander mit sich bringt. Identifikation mit der Schule beziehungsweise auch das Lernen wesentlich verbessert.
Praktisches Arbeiten steht im Vordergrund. Schulleiter Norbert Hißnauer hat das Konzept ausgearbeitet. Von stumpfem Auswendiglernen für eine Klassenarbeit hält er wenig. Denn danach wüssten die Schüler nicht mehr, was sie gelernt haben. So ist die Realschule Plus in Lahnstein auch eine Schule der Zukunft. Ein Projekt der Landesregierung, das den Schulen mehr Freiheiten in der Unterrichtsgestaltung gibt.
Norbert Hißnauer, Schulleiter Realschule Plus Lahnstein: Die brauchen Tugenden, dass sie gerne kommen, dass sie pünktlich kommen, dass sie offen sich mit anderen zusammen zu arbeiten, dass sie wissen, wie sie sich Informationen beschaffen, Teamfähig sind. Und diese Dinge sind viel wichtiger als irgendwelche Inhalte, die da abverlangt werden. Natürlich Basiswissen ganz klar. Das man einigermaßen rechnen und schreiben kann und lesen kann und Berichte schreiben kann. Das sind Selbstverständlichkeiten.
Um für solche Schulkonzepte zu werben, besucht die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig diese Woche mehrere Realschulen Plus im Land.
Stefanie Hubig (SPD), Bildungsministerin Rheinland-Pfalz: Wir brauchen dringend in Rheinland-Pfalz, in ganz Deutschland Fachkräfte. Und wir brauchen auch viele Menschen, die eine Ausbildung machen. Und die Realschulen Plus sind so ein bisschen die Trainingslager für die Fachkräfte von morgen. Denn sie lernen viel praktisches, sie gehen viel in Betriebe. Sie haben schon früh Berufsorientierung und sie sehen wo ihre Stärken sind und dadurch gehen viele Kinder, viele Jugendlich dann in eine Ausbildung.









