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Bürgerservice rund um die Uhr: Der Amt-O-Mat von Mayen

Nov. 21, 2023

Mal eben schnell den neuen Personalausweis beim Einwohnermeldeamt abholen – von wegen. Aus „schnell“ können da gleich mal mehrere Stunden werden, von der Wartezeit auf den Termin ganz abgesehen. Viele Städte- und Gemeindeverwaltungen sind überlastet und um diesem Problem entgegenzuwirken, hat sich der Kreis Mayen-Koblenz jetzt etwas einfallen lassen, dass es so bisher noch nicht gegeben hat. Eine echte Weltpremiere.
Das hier ist kein Geldautomat. Und nein, es handelt sich auch nicht um eine klassische Packstation. Es ist ein Gerät, an dem die Bürger der Verbandsgemeinde Vordereifel ihre Amtsgeschäfte erledigen können; ein „Amt-O-Mat“.

Florian Kühne, Entwickler Amt-O-Mat:
„Auf der einen Seite kann die Verwaltung Bürgerinnen und Bürgern Dokumente zur Abholung bereitstellen, jenseits der Öffnungszeiten der Verwaltung. Das heißt, Personalausweise, Reisepässe können hier am Amt-O-Maten abgeholt werden. Und zusätzlich können Bürgerinnen und Bürger digital Anträge stellen.“

Die eigene Steuer-ID erfragen, einen Hund anmelden oder einen Berechtigungsschein beantragen – das und noch viel mehr können die Bürger künftig an diesem Gerät tun. Um den Service rund um die Uhr zu ermöglichen, hat sich die Verbandsgemeinde für einen Container entschieden, den die Bürger mittels Handy- oder EC-Karten-Scan jederzeit betreten können. Die Anträge werden dann auf digitalem Weg an die Verwaltung gesendet und dort von den Mitarbeitern bearbeitet. Wer lieber persönlich vorsprechen möchte, kann sich aber auch wie bisher einen Termin holen.

Alfred Schomisch (CDU), Bürgermeister Verbandsgemeinde Vordereifel
„Aber: Wir haben hier in der Verbandsgemeinde so viel Arbeit und jeder Kollege/Kollegin ist froh, wenn er vielleicht die Zeit spart, um auch Sachen machen zu können, die auch sonst noch anfallen. Jeder hat hier die Hände voll und da sind wir wirklich froh um jede Zeit, die gespart werden kann durch eben solche Prozesse.“

Eine weitere Alternative: die Amtsgeschäfte online erledigen. Allerdings gebe es nach wie vor viele Menschen, die kein internetfähiges Endgerät besitzen und für die der Amt-O-Mat einen großen Mehrwert bieten kann, sagt der Bürgermeister. Die Bedienung sei intuitiv, zur Sicherheit gibt es an der Touch-Wall gegenüber aber auch nochmal eine Bedienungsanleitung. Insgesamt rund 50.000 Euro hat das Projekt gekostet, finanziert durch Fördermittel des Bundes und den Landkreis. Im kommenden Jahr will der Kreis in fünf weiteren Gemeinden Amt-O-Maten installieren und die Region damit Stück für Stück smarter machen.