Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

Wirtschaftsgipfel in der Staatskanzlei Hessen

Okt. 18, 2023

Die vielen Krisen der vergangenen Jahre setzen nicht zuletzt der Wirtschaft gehörig zu. In Wiesbaden haben sich deshalb heute Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft getroffen, um nach Wegen zu suchen, die arg gebeutelte Wirtschaft aus dem Dauerkrisenmodus zu holen und zukunftsfest zu machen.
Es ist das dritte und vorerst letzte Treffen der „Zukunftsgruppe Wirtschaft“ in der hessischen Staatskanzlei: Landesregierung, Wirtschaftsbosse, Verbandspräsidenten und Gewerkschaftsfunktionäre – alle gemeinsam an einem Tisch. Alle gemeinsam auf der Suche nach Lösungen, die die krisengeschüttelte hessische Wirtschaft zukunftssicher machen. Gebündelt in einem gemeinsamen Abschlussbericht – prall gefüllt mit mehr als 400 Handlungsempfehlungen, die die Wirtschaft im Land zurück in die Erfolgsspur führen sollen.

Boris Rhein (CDU), Ministerpräsident Hessen
„Dieser Zukunftsbericht ist eine echte Zukunftsagenda für mehr Wachstum, für mehr Wohlstand in Hessen. Eine echte Agenda, wenn ich das so sagen darf, für ein modernes Hessen.“

Marie-Luise Wolff spricht im Zusammenhang mit dem hessischen Wirtschaftsgipfel von konstruktiven Gesprächen auf höchstem Niveau. Für die Vorstandsvorsitzende des Darmstädter Energieversorgers Entega ein wichtiges Signal in herausfordernden Zeiten.

Marie-Luise Wolff, Vorstandsvorsitzende Entega AG
„Wir haben nicht eine Krise nach der anderen, sondern wir haben alle Krisen auf einmal. Und jetzt noch zwei Kriege, mit denen wir irgendwie auch umgehen müssen. Und die Einflüsse haben können auf Lieferketten.“

Wie lässt sich der Fachkräftemangel durch bessere Bildung und gezielte Zuwanderung bekämpfen? Mit welchen Fördermöglichkeiten kann man Gründungen erleichtern und Startups nach Hessen locken? Wie treibt man die Digitalisierung voran? Nur einige der Themen auf der Tagesordnung des hessischen Wirtschaftsgipfels, die letztlich aber alle vom großen Thema Nummer eins in den Schatten gestellt werden: Wie lässt sich die immer weiter ausufernde Bürokratie abbauen? Auch hierzu finden sich zahlreiche Vorschläge im Abschlusspapier, das nach Ansicht der Verfasser gerne Schule machen darf.

Volker Wieland, Finanzwissenschaftler Goethe-Universität Frankfurt
„Ich denke, es ist auch ein wegweisendes Signal für andere Bundesländer sowie für die Bundesregierung. Wir haben zwar konkret Vorschläge für Hessen. Aber vieles davon, denke ich, kann hilfreich sein für Deutschland insgesamt.“

Weitere Treffen der Wirtschaftsgipfel-Teilnehmer sind zunächst nicht geplant. Man werde aber in Kontakt bleiben, um auch auf neue und unvorhergesehene Entwicklungen flexibel reagieren zu können.