DGB beklagt Rentenlücke zwischen den Geschlechtern
Wer aus dem Arbeitsleben ausscheidet, muss oft sehr genau schauen, wie er finanziell klarkommt: Stand jetzt, beträgt die durchschnittliche Monatsrente für Neu-Rentner in Rheinland-Pfalz rund 1.100 Euro – zum Leben zu wenig und zum Sterben zu viel, findet der Deutsche Gewerkschaftsbund – und fordert Konsequenzen.
Susanne Wingertszahn, Vorsitzende DGB Rheinland-Pfalz/Saarland
„Es ist für viele Menschen in Rheinland-Pfalz schwer, mit der Rente rumzukommen oder ein auskömmliches Leben zu haben. Viele verfügen nicht über eigenes Wohneigentum. Und dann wird es mit den Beträgen natürlich schwierig. Und deshalb müssen wir alles tun, damit sich die Rentensituation verbessert. Und das, was dafür notwendig ist, ist gute und gesunde Arbeit und das sind gute Löhne.“
Besonders eklatant: Der Unterschied zwischen den Geschlechtern. So erhält ein Mann in Rheinland-Pfalz, Stand heute, im Schnitt rund 1.307 Euro Monatsrente – eine Frau dagegen nur 842 Euro. Eine Differenz von fast 500 Euro also. Verstärkt wird der Armuts-Effekt bei Alleinerziehenden und Frauen, die auf dem Land leben. Hier müsse die Politik dringend gegensteuern.
Susanne Wingertszahn, Vorsitzende DGB Rheinland-Pfalz/Saarland
„Da muss man für Gerechtigkeit sorgen. Und dafür sorgen, dass zum Beispiel Frauen auf dem Land auch erwerbstätig sein können. Dass es gute Vereinbarkeit gibt bei der Betreuung von Kindern, also viele und gute Kindertagesstätten, sodass auch Frauen erwerbstätig sind.“
Das durchschnittliche Renteneintrittsalter liege in Rheinland-Pfalz derzeit bei 64,3 Jahren für Männer und 64,4 Jahren für Frauen – im Schnitt also deutlich unter der gesetzlich festgelegten Grenze. Ein Grund dafür sei die schlechte Förderung von älteren Arbeitsnehmern in der Berufswelt. Berufsbildungs- und qualifizierungsmaßnahmen könnten hier dabei helfen, den Erfahrungsschatz älterer Arbeitnehmer besser für den Erfolg von Unternehmen nutzbar zu machen.









