„Plastic World“ in der Kunsthalle Schirn
Plastik – es ist allgegenwärtig, es ist billig, überall auf der Welt verfügbar und fast alles kann aus Plastik hergestellt werden. Auch Kunstwerke. „Plastic World“ heißt eine Ausstellung in der Frankfurter Kunsthalle Schirn. Hier gibt’s ausschließlich Kunst aus Kunststoff.
Bunt ist Trumpf! Kunst aus Plastik, das ist vor allem Pop Art. Grelles aus den 60er Jahren. Ästhetisch, schön anzusehen, damals etwas Neues. Denn obwohl Kunststoff schon seit 1907 industriell hergestellt wird, der Plastik Boom startet erst viel später.
Sebastian Baden, Direktor Kunsthalle Schirn Frankfurt
„Es ist ein Überraschungsmoment der Nachkriegszeit, dass in einem Zeitalter, wo in Europa und vor allem in Amerika die Konsumkultur Plastik als Kunststoff für Alltagsgegenstände entdeckt und verwendet, diese Massentauglichkeit auch in die Kunst hineinfließt und somit etwas Demokratisches bewirkt, nämlich eine Vielfalt, eine Ausdrucksmöglichkeit, die wirklich über Generationen, Geschlechter hinweg, Länder hinweg, ein großes Publikum erreicht.“
Ein Tiny House oder besser ein transparenter Tiny-Arbeitsplatz aus Plastik. Mobiles Büro nennt Hans Hollein 1969 sein aufblasbares, mitnehmbares Homeoffice. Kunst, die ihrer Zeit voraus ist, Kunst, die sich ändert, je mehr Luft sie bekommt. Kunstwerke der 60er Jahre, die vor allem reine bunte Designobjekte sind?
Martina Weinhart, Kuratorin der Ausstellung
„Gleichzeitig gab es in Frankreich die Nouveau Réaliste, die Plastik damals schon als ‚Trash‘, als Abfall vorgeführt haben. Alte Rasierapparate, Mülleimer mit Plastik darin, also es gab eigentlich schon sehr früh beides.“
Von Mikroplastik ist noch nicht die Rede, als Kunststoffe zu kultiger Kunst werden, auch nicht, dass Plastik sich zersetzt, an Stabilität verliert, nicht spurlos älter wird.
Sebastian Baden, Direktor Kunsthalle Schirn Frankfurt
„Plastik als Kunstwerk ist leider vergänglich und das macht die Besonderheit dieser Ausstellung aus, dass viele der Werke die man hier sieht, vielleicht in wenigen Jahren gar nicht mehr ausgestellt werden. Also es ist, man kann sagen, ein heiliger Moment, den wir noch erreichen, diese Werke hier in der Schirn Kunsthalle einem breiten Publikum vorzustellen.“
Manche Kunst ist schon beschädigt. Andere zeigt, wie Plastik überhaupt zu Kunst wird. 100 Werke, die es bald vielleicht nicht mehr gibt: In Frankfurt sind sie noch zu sehen. „Plastic World“ bleibt bis zum 1. Oktober in der Kunsthalle Schirn.
Bunt ist Trumpf! Kunst aus Plastik, das ist vor allem Pop Art. Grelles aus den 60er Jahren. Ästhetisch, schön anzusehen, damals etwas Neues. Denn obwohl Kunststoff schon seit 1907 industriell hergestellt wird, der Plastik Boom startet erst viel später.
Sebastian Baden, Direktor Kunsthalle Schirn Frankfurt
„Es ist ein Überraschungsmoment der Nachkriegszeit, dass in einem Zeitalter, wo in Europa und vor allem in Amerika die Konsumkultur Plastik als Kunststoff für Alltagsgegenstände entdeckt und verwendet, diese Massentauglichkeit auch in die Kunst hineinfließt und somit etwas Demokratisches bewirkt, nämlich eine Vielfalt, eine Ausdrucksmöglichkeit, die wirklich über Generationen, Geschlechter hinweg, Länder hinweg, ein großes Publikum erreicht.“
Ein Tiny House oder besser ein transparenter Tiny-Arbeitsplatz aus Plastik. Mobiles Büro nennt Hans Hollein 1969 sein aufblasbares, mitnehmbares Homeoffice. Kunst, die ihrer Zeit voraus ist, Kunst, die sich ändert, je mehr Luft sie bekommt. Kunstwerke der 60er Jahre, die vor allem reine bunte Designobjekte sind?
Martina Weinhart, Kuratorin der Ausstellung
„Gleichzeitig gab es in Frankreich die Nouveau Réaliste, die Plastik damals schon als ‚Trash‘, als Abfall vorgeführt haben. Alte Rasierapparate, Mülleimer mit Plastik darin, also es gab eigentlich schon sehr früh beides.“
Von Mikroplastik ist noch nicht die Rede, als Kunststoffe zu kultiger Kunst werden, auch nicht, dass Plastik sich zersetzt, an Stabilität verliert, nicht spurlos älter wird.
Sebastian Baden, Direktor Kunsthalle Schirn Frankfurt
„Plastik als Kunstwerk ist leider vergänglich und das macht die Besonderheit dieser Ausstellung aus, dass viele der Werke die man hier sieht, vielleicht in wenigen Jahren gar nicht mehr ausgestellt werden. Also es ist, man kann sagen, ein heiliger Moment, den wir noch erreichen, diese Werke hier in der Schirn Kunsthalle einem breiten Publikum vorzustellen.“
Manche Kunst ist schon beschädigt. Andere zeigt, wie Plastik überhaupt zu Kunst wird. 100 Werke, die es bald vielleicht nicht mehr gibt: In Frankfurt sind sie noch zu sehen. „Plastic World“ bleibt bis zum 1. Oktober in der Kunsthalle Schirn.









