Ihr SAT.1 Regionalmagazin für Rheinland-Pfalz und Hessen

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Air Defender – Hinter den Kulissen des NATO-Manövers

Juni 15, 2023

Air Defender 23 – Es ist die größte Luftwaffen-Übung seit Gründung der NATO. Eine Militär-Übung für den Ernstfall. Ein wichtiger Standort ist dabei die Air Base im rheinland-pfälzischen Spangdahlem. Dutzende Militärmaschinen starten von dort. Einblicke, die man nur sehr selten erhält.
 

 
Für diese Kampfjets und deren Piloten beginnt ein neuer Übungstag. Bei jedem Flug trainieren die Soldaten ein neues Szenario – was genau ist jedoch streng geheim.
Wesentlicher Strippenzieher der großangelegten Air Defender Übung ist Deutschland. Seit fünf Jahren wird sie geplant – das US-Militär zeigt sich dankbar:
 
Daniel Finnegan – Kommodore US-Nationalgarde Luftfahrt
Englisch:
„The Scope and Scale of this exercise cannot be underestimated. It’s daunting and the german airforce has done – in my opion and in our opionion – a very professional job.“
Deutsch:
„Der Umfang dieser Übung kann nicht unterschätzt werden, es ist überwältigend und die deutsche Luftwaffe hat unserer Meinung nach einen sehr professionellen Job gemacht.“
 
Rund 10.000 Soldaten aus 25 Ländern machen bei der Luftwaffenübung mit.
Grafik IN*
Die F-16 Kampfjets fliegen aus Spangdahlem in den südlichen Übungsraum. Andere Maschinen fliegen auch in den Norden und Osten Deutschlands und üben dort die Verteidigung von NATO Gebiet.
Grafik OUT*
Die Militärübung soll auch dabei helfen, dass die Militäreinheiten aus verschiedenen Ländern besser untereinander kommunizieren:

Daniel Finnegan – Kommodore US-Nationalgarde Luftfahrt
Englisch:
„It’s just good business for us to get together with a number of NATO countries and people that train and execute differently, to make sure that we can iron out the details of how we execute one task.“
Deutsch:
„Es ist für uns einfach eine gute Möglichkeit mit einer Vielzahl an NATO Ländern – die auch anders trainieren – zusammenzukommen, um sicherzustellen, wie wir eine Aufgabe gemeinsam ausführen können.“
 
Die Übung ist auch eine praktische Gelegenheit für die Luftwaffe der Bundeswehr sich mit neuen Militärmaschinen vertraut zu machen: Dieser F-35 Kampfjet gilt als einer der modernsten seiner Art. Die Bundeswehr hat 27 dieser Flieger bestellt:
 
Benjamin Bauer – Oberstleutnant Luftwaffe
„Der Tornado soll Ende 2030 außer Dienst gestellt werden und ab 2027 werden wir nach Plan die ersten F-35 in Deutschland sehen. Es ist natürlich was ganz anderes, eine neue Generation an Luftfahrzeug, von dem her höchstspannend, höchstinteressant.“
 
Für die Luftwaffenübung wurden die F-35 Kampfjets extra aus den Vereinigten Staaten zur Air Base Spangdahlem gebracht. Insgesamt sind rund 250 Flugzeuge bei der Übung involviert. Sie fliegen noch über eine Woche lang, bis zum 23 Juni, um im Ernstfall gemeinsam NATO Territorium verteidigen zu können.
 

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