40.000 Maifischlarven im Rhein ausgesetzt
Es gab Zeiten, da war der Rhein knallrot – etwa durch Unfälle von Chemie-Konzernen. Diese Zeiten sind vorbei – deshalb können sie hier in den Fluss zurückkehren. Kleine Maifisch-Larven. Für Hessens Umweltministerin ein Erfolg.
Priska Hinz, (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltministerin Hessen: „Die Maifischlarven werden hier ausgesetzt, dann wandern sie in die in die Nordsee, dort wachsen sie dann, werden geschlechtsreif, dann kommen sie wieder zurück. Und wenn sie dann wieder hier laichen und die Fische sich das merken, den Wanderweg und den Laichplatz, dann schaffen wir es, dass die Population von selbst wachsen kann.“
Bis die Larven als erwachsene Fische hierher zurückkehren, um zu laichen, dauert es drei bis acht Jahre. Mit diesem Ziel haben heute in Wiesbaden gleich drei Ministerinnen aus Hessen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen die Larven ausgesetzt.
Die Wiederansiedlung des Maifisches im Rhein sei auch wichtig für den Menschen, sagt die rheinland-pfälzische Umweltministerin.
Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen), Umweltministerin Rheinland-Pfalz: „ Ja, das Thema Artenvielfalt, Gewässerökologie (…) das ist etwas, was direkt auf den Menschen zurückschlägt und wir gewinnen zum Beispiel in Rheinland-Pfalz ein Großteil unseres Trinkwassers aus dem Uferfiltrat des Rheines. Den Maifisch, den wir heute ausgesetzt haben, das ist auch ein Zeiger einer besseren Gewässerqualität des Rheines. Der Rhein ist wieder so sauber, dass der Maifisch darin leben kann und insofern ist das ein riesen Erfolg, dass wir ihn wieder ansiedeln können.“
Rund 40.000 Larven werden heute auf ihre Reise im Rhein geschickt – auch Schüler der Goethe-Schule in Wiesbaden helfen mit.
Mustafa Yildiz (10): „Wir haben mit der Ministerin die Larven ausgesetzt (…) Mir ist etwas Wasser in mein Stiefel gelaufen, es war kalt.“
Greta Heiden (10): „Ich finde es toll, wenn man etwas für die Natur macht, weil dann kann man auch die Welt schützen, nicht, dass dann auf einmal nichts passiert und dann kann man ja auch helfen für die ganzen Tiere, die im Wasser leben.“
Das Projekt trägt schon erste Früchte: Erste Populationen der Fische seien im Rhein bereits entstanden. Die Maifisch-Larven aus Wiesbaden wandern im Laufe des Jahres den Rhein entlang Richtung Meer. Wenn alles klappt, kehren sie als ausgewachsene Mai-Fische irgendwann hier her zurück ans Rheinufer.









